Washington – 14.09.2026: US-Präsident Donald Trump hat Forderungen nach einer langsameren Entwicklung künstlicher Intelligenz scharf zurückgewiesen. In einem Beitrag in sozialen Netzwerken sprach er von einer schädlichen Kampagne gegen künstliche Intelligenz und Rechenzentren. Dabei griff er auch Dario Amodei an, den Vorstandschef des US-Unternehmens Anthropic, das das Sprachmodell Claude entwickelt.
Trump erklärte, die Vereinigten Staaten dürften ihren technologischen Vorsprung gegenüber China nicht durch weitreichende Auflagen gefährden. Bereits am Sonntag, dem 13. September, hatte er bei einem Besuch im irischen Doonbeg gesagt, im Wettbewerb um künstliche Intelligenz sei der Sieg entscheidend. Zwar räumte der Präsident ein, dass Regeln notwendig seien; konkrete Gesetze oder Sicherheitsstandards nannte er jedoch nicht.
Amodei hatte am Samstag, dem 12. September, in einem ausführlichen Beitrag dafür geworben, die Entwicklung besonders leistungsfähiger Modelle zu drosseln. Sein Vorschlag zielt nicht auf einen vollständigen Forschungsstopp. Unternehmen und staatliche Stellen sollten die gewonnene Zeit für Tests, technische Schutzmaßnahmen und internationale Vereinbarungen nutzen, bevor Systeme mit neuen Fähigkeiten breit eingesetzt werden.
Der Anthropic-Chef begründete seine Warnung mit den Fortschritten autonom handelnder Programme. Nach seiner Einschätzung könnten Gruppen solcher Systeme innerhalb von sechs bis zwölf Monaten in der Lage sein, große Teile des Internets anzugreifen oder zu kontrollieren, falls die Sicherheitsvorkehrungen nicht Schritt hielten. Dabei handelt es sich um eine Risikoprognose des Unternehmers, nicht um eine bereits eingetretene oder unabhängig bestätigte Entwicklung.
Anthropic hatte zuletzt selbst über Versuche berichtet, seine Modelle für schädliche Zwecke einzusetzen. Das Unternehmen nannte Cyberangriffe, Überwachung, Desinformationskampagnen und gefährliche biologische Forschung. Nach Angaben seines aktuellen Sicherheitsberichts sperrte Anthropic betroffene Konten, verstärkte technische Barrieren und teilte Erkenntnisse mit zuständigen Stellen und Partnern. Die Berichte machen zugleich sichtbar, dass Anbieter leistungsfähiger Modelle ihre Risiken selbst bewerten und über Gegenmaßnahmen entscheiden.
Der Streit betrifft deshalb mehr als das Tempo der Forschung. Zur Debatte stehen auch die Verantwortung der Unternehmen, staatliche Kontrollbefugnisse und die hohen Investitionen in Rechenzentren. Für die US-Regierung ist künstliche Intelligenz zugleich ein wirtschaftliches und geopolitisches Schlüsselthema, das sie vor allem im Wettbewerb mit China betrachtet.
Sam Altman von OpenAI und Elon Musk unterstützten nach Angaben der Nachrichtenagentur Associated Press die Forderung, weitere Fortschritte stärker an Sicherheitsprüfungen zu knüpfen. Das Weiße Haus will laut dem Nationalen Wirtschaftsrat in dieser Woche Gespräche zwischen den zuständigen Regierungsstellen über das weitere Vorgehen führen.
Quellen
- Franceinfo
- Associated Press
- Anthropic
- Euronews
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).