Washington – 02.08.2026: US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, vorerst keine weiteren amerikanischen Angriffe auf Iran anzuordnen. Iran und andere Staaten der Region hätten darum gebeten, eine geplante Militäraktion auszusetzen, erklärte Trump am Samstagabend. Nach seinen Angaben liegen Grundzüge einer Vereinbarung vor, die den seit Monaten andauernden Konflikt beenden könnte.
Trump knüpfte die Aussetzung der Angriffe an die Erwartung, dass rasch eine belastbare Übereinkunft zustande kommt. Ein verbindlicher Waffenstillstand oder ein unterzeichneter Vertrag lagen zunächst nicht vor. Die Ankündigung bezieht sich zudem auf weitere US-Angriffe, nicht zwangsläufig auf sämtliche militärischen Operationen der Vereinigten Staaten in der Region oder auf Schutzmaßnahmen für die dort stationierten Einheiten.
Aus Teheran gab es zunächst keine Bestätigung dafür, dass die iranische Führung Washington selbst um den Aufschub gebeten habe. Der iranische Verteidigungsminister erklärte nach Trumps Ankündigung, sein Land bleibe angesichts konkreter Bedrohungen wachsam. Offen ist daher, ob beide Seiten den Stand der diplomatischen Gespräche ähnlich beurteilen und welche Verpflichtungen eine mögliche Vereinbarung enthalten soll.
Saudi-Arabien, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate, die Türkei und Pakistan zählen Berichten zufolge zu den Staaten, die auf eine Deeskalation drängen. Vor allem die Golfmonarchien fürchten, Angriffe auf iranische Energieanlagen, Brücken oder Kraftwerke könnten Vergeltungsschläge gegen ihre eigene kritische Infrastruktur auslösen. Eine weitere Eskalation könnte zudem die Energieversorgung und den internationalen Schiffsverkehr beeinträchtigen.
Besonders empfindlich ist die Lage in der Straße von Hormus. Die Meerenge gehört zu den wichtigsten Routen für den weltweiten Handel mit Erdöl und Flüssiggas. Washington hatte Teheran wiederholt aufgefordert, die Passage für Handelsschiffe offenzuhalten. Meldungen über Angriffe und Drohungen gegen Schiffe sowie Drohnenvorfälle in mehreren Golfstaaten erhöhten zuletzt den Druck auf die Vermittler.
Das US-Außenministerium warnt amerikanische Staatsbürger weiterhin vor erhöhten Risiken im Nahen Osten. Für mehrere Länder der Region gelten verschärfte Reisehinweise; US-Bürger sollen demnach prüfen, ob sie ausreisen können, solange zivile Flugverbindungen verfügbar sind. Die Behörden verweisen auf mögliche Raketen-, Drohnen- und Terrorangriffe sowie auf kurzfristige Sperrungen des Luftraums und Ausfälle im Flugverkehr.
Die von Trump verkündete Pause folgt auf eine Serie gegenseitiger Angriffe und frühere Unterbrechungen der Kämpfe, die keinen dauerhaften Frieden brachten. Der Präsident erklärte, die militärische Option bleibe bestehen, falls die Gespräche scheitern. Zugleich hält Teheran ausdrücklich an seiner Verteidigungsbereitschaft fest.
Quellen
- Associated Press
- US-Außenministerium
- Franceinfo
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).