Saint-Martin-de-Crau – 21.10.2026: Nach den heftigen Regenfällen in den Bouches-du-Rhône kämpfen zahlreiche Unternehmen mit den Folgen der Überschwemmungen. In Saint-Martin-de-Crau ist nach Angaben von Franceinfo ein Hotel weiterhin von Wasser umgeben. Mehrere Logistiklager können ihre Arbeit nur eingeschränkt oder gar nicht fortsetzen. Weiter südlich wurde eine Tierhandlung überflutet. Die betroffenen Betriebe beginnen nun, Schäden an Gebäuden, Waren und technischen Anlagen zu erfassen.
Besonders schwer wiegt die unterbrochene Verkehrsverbindung zwischen Arles und Saint-Martin-de-Crau. Die Nationalstraße 113 blieb am Mittwoch wegen der Überflutungen gesperrt. Damit ist auch die durchgehende Verbindung der Autobahn A54 zwischen Nîmes und Salon-de-Provence unterbrochen. Der Güterverkehr muss längere Umwege in Kauf nehmen; Lieferungen verzögern sich auf einer Achse, die wichtige Verkehrswege in Südfrankreich miteinander verbindet und Anschlüsse in Richtung Spanien und Italien ermöglicht.
Saint-Martin-de-Crau ist ein bedeutender Standort für Lagerung und Logistik. Die Präfektur verzeichnet dort zahlreiche genehmigungspflichtige Anlagen und Lagerhallen, unter anderem im Industriegebiet Bois de Leuze. Sind Zufahrten, Betriebsflächen oder technische Einrichtungen überflutet, geraten mehrere Abläufe zugleich ins Stocken: Waren können nicht angenommen oder ausgeliefert werden, Beschäftigte erreichen ihre Arbeitsplätze nur schwer, und elektrische Anlagen müssen vor einer Wiederinbetriebnahme kontrolliert werden.
Die Folgen unterscheiden sich von Betrieb zu Betrieb. Manche Standorte sind vor allem wegen gesperrter Straßen kaum erreichbar. Andere müssen Wasser abpumpen, beschädigte Bestände aussortieren oder die Sicherheit ihrer Gebäude prüfen. Eine belastbare Gesamtsumme der wirtschaftlichen Schäden im Département liegt bislang nicht vor. Auch Versicherungsfälle dürften sich erst genauer beziffern lassen, wenn sämtliche Gebäude wieder zugänglich sind und Fachleute Warenbestände, Maschinen und Infrastruktur begutachtet haben.
Während des Unwetters rückten die Rettungsdienste in den Bouches-du-Rhône nach lokalen Berichten zu rund 1.100 Einsätzen aus. Im Raum Saint-Martin-de-Crau konzentrieren sich die Arbeiten weiterhin auf überflutete Bereiche, gefährdete Einrichtungen und das Abpumpen von Wasser. Für Unternehmen hängt davon ab, wann Zufahrten freigegeben, Sicherheitskontrollen beendet und unterbrochene Betriebsabläufe wieder aufgenommen werden können.
Die Schäden reichen damit über unmittelbar überflutete Gebäude hinaus. Ausfälle in Lagerhäusern und blockierte Verkehrswege treffen auch Unternehmen, deren eigene Standorte trocken geblieben sind. Sie müssen Liefertermine verschieben, Routen ändern und mit höheren Transportkosten rechnen. Am Mittwochmorgen war die Nationalstraße 113 zwischen Arles und Saint-Martin-de-Crau weiterhin geschlossen.
Quellen
- Franceinfo
- Vinci Autoroutes
- Präfektur der Bouches-du-Rhône
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).