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US-Kongress fordert Aufklärung über Zustände auf der USS Abraham Lincoln

Versorgungsprobleme, defekte Sanitäranlagen und Berichte über psychische Belastungen auf dem US-Flugzeugträger USS Abraham Lincoln beschäftigen den Kongress. Demokratische Senatoren verlangen Auskunft, während die Marine und Verteidigungsminister Pete Hegseth die Vorwürfe relativieren.

Washington – 13.08.2026: Berichte über erhebliche Mängel an Bord des US-Flugzeugträgers USS Abraham Lincoln haben eine politische Untersuchung in Washington ausgelöst. Demokratische Kongressmitglieder fordern vom Pentagon Aufklärung über Versorgung, Hygiene und psychische Belastungen der Besatzung. Nach Angaben der US-Marine ist das Schiff seit Januar im Nahen Osten eingesetzt und seit mehr als 240 Tagen ohne Unterbrechung auf See.

Angehörige und Medien schildern Engpässe bei Hygieneartikeln sowie Probleme mit der Wasserversorgung. Toiletten seien zeitweise beschädigt oder unbenutzbar gewesen, Wäschereikapazitäten eingeschränkt und Sanitärbereiche von Schimmel befallen. Die Marine räumte ein, dass die Kampfhandlungen im Nahen Osten herkömmliche Nachschubwege beeinträchtigt hätten. Vorrang hätten Lebensmittel und Hygieneartikel gehabt, erst danach sei die Postversorgung berücksichtigt worden.

Nach Darstellung der Marine verfügt die Besatzung inzwischen über sauberes Wasser und ausreichend ausgewogene Mahlzeiten. Berichte über eine Lebensmittelknappheit hatte sie im April noch zurückgewiesen. Der Widerspruch zwischen den offiziellen Erklärungen und den Beschwerden aus dem Umfeld der Besatzung nährt die Forderung nach einer unabhängigen Prüfung der Einsatzbedingungen und der internen Informationswege.

Besonders sensibel sind Berichte über die seelische Verfassung einzelner Seeleute. Angehörige und mehrere Medien meldeten Versuche von Besatzungsmitgliedern, über Bord zu gehen. Ein Marinevertreter bestätigte einen Vorfall Anfang August: Ein Besatzungsmitglied sei ins Wasser gefallen oder gegangen, rasch geborgen und medizinisch versorgt worden. Ob es sich um einen Suizidversuch handelte, ließ die Marine offen. Eine Zunahme von Suizidgedanken oder -versuchen habe sie nicht festgestellt.

Der demokratische Senator Richard Blumenthal aus Connecticut, Mitglied des Streitkräfteausschusses, verlangte in einem Schreiben an die Marineführung Antworten zu den gemeldeten Missständen. Sein Parteikollege Ruben Gallego aus Arizona kündigte an, einen parteiübergreifenden Kontrollbesuch auf dem Schiff anzustreben. Beide verbinden die konkreten Beschwerden mit der Frage, wie belastbar die amerikanische Trägerflotte bei außergewöhnlich langen Einsätzen ist.

Verteidigungsminister Pete Hegseth wies die Darstellung einer Versorgungskrise am Donnerstag während eines Besuchs in Panama als verzerrt zurück. Zugleich sagte er, die Besatzung solle möglichst bald abgelöst werden und heimkehren. Die USS Abraham Lincoln sollte ursprünglich im Mai zurückkehren, blieb wegen der militärischen Operationen gegen Iran jedoch im Einsatzgebiet.

Der im Pazifik stationierte Flugzeugträger USS George Washington hat unterdessen Kurs auf den Nahen Osten genommen. Seine Verlegung könnte die spätere Ablösung ermöglichen. Der monatelange Einsatz der Abraham Lincoln dokumentiert bereits, wie stark fehlende Hafenaufenthalte das Personal, die Technik und den Nachschub einer Trägerkampfgruppe beanspruchen.

Quellen

  • Franceinfo
  • Associated Press
  • United States Navy
  • Stars and Stripes

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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