Kultur

Vier Dramen starten in Frankreichs Kinos

Seit dem 2. September sind in Frankreich vier neue Dramen zu sehen. Sie erzählen von belasteten Familien, einem Vergewaltigungsvorwurf, einer Trennung und einer Ärztin, die einer Schwangeren hilft.

Paris – 05.09.2026: Vier neue Dramen bestimmen in dieser Woche das französische Kinoprogramm. Seit Mittwoch, dem 2. September, sind "La Frappe", "The Good Sister", "Trois adieux" und "La Dernière Patiente" regulär zu sehen. Die Filme stammen aus Frankreich, Deutschland und Italien. So verschieden ihre Geschichten sind, kreisen sie doch um eine ähnliche Frage: Wie handeln Menschen, wenn familiäre Bindungen, moralische Überzeugungen und persönliche Sicherheit miteinander kollidieren?

Julien Gaspar-Oliveris "La Frappe" erzählt von Enzo und seiner Schwester Carla, die über Jahre weitgehend auf sich allein gestellt waren. Als ihr Vater Anthony aus dem Gefängnis entlassen wird, hofft Enzo auf einen Neubeginn als Familie. Carla lehnt diese Vorstellung ab. Zugleich wird der 19-Jährige mit einer lange verdrängten Wahrheit aus seiner Vergangenheit konfrontiert. Diego Murgia, Bastien Bouillon und Romane Fringeli spielen die Hauptrollen.

In "The Good Sister" von Sarah Miro Fischer gerät Rose in einen Loyalitätskonflikt. Eine Frau beschuldigt Roses älteren Bruder Sam der Vergewaltigung; seine Schwester soll im Ermittlungsverfahren aussagen. Der 97-minütige Film betrachtet den Vorwurf damit aus der Perspektive einer nahen Angehörigen, die zwischen familiärer Verbundenheit und der Schwere der Anschuldigung steht. Marie Bloching spielt Rose, Anton Weil ihren Bruder.

Isabel Coixets zweistündiges Drama "Trois adieux", im Original "Tre Ciotole", führt nach Rom. Alba Rohrwacher verkörpert Marta, eine Sportlehrerin, die nach der Trennung von ihrem Partner Halt bei einem ungewöhnlichen imaginären Vertrauten sucht: der lebensgroßen Pappfigur eines K-Pop-Sängers. Zur Besetzung gehören außerdem Elio Germano und Galatea Bellugi. Coixet verbindet die Geschichte einer Trennung mit einer zunehmend eigenwilligen Form der Selbstbehauptung.

"La Dernière Patiente" von Rémi Bassaler spielt während einer einzigen Nacht. Judith, eine Ärztin kurz vor dem Ruhestand, nimmt Aida bei sich auf. Die Frau ist im achten Monat schwanger und befindet sich nicht in laufender medizinischer Betreuung. Judiths Entscheidung setzt ihre beruflichen Überzeugungen und ihre persönliche Sicherheit unter Druck. Anouk Grinberg übernimmt die Rolle der Ärztin, Luana Bajrami spielt Aida; Félix Lefebvre gehört ebenfalls zum Ensemble. Der Film dauert 80 Minuten.

Die vier Produktionen setzen auf präzise Figurenbeobachtung statt auf große Effekte. Sie behandeln die Folgen einer belasteten Familiengeschichte, die Nähe zu einem Beschuldigten, den Verlust einer Beziehung und die Verantwortung medizinischer Hilfe. Im französischen Wochenprogramm stehen sie neben weiteren Neustarts wie "Salvation", "Lettres d'amour de ma grand-mère" und einer Wiederaufführung von "Terminator 2: Tag der Abrechnung".

Quellen

  • Franceinfo Kulturredaktion
  • AlloCiné Kinostarts
  • Le Monde Kino

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

Ende des Artikels