Umwelt

Vier Franzosen nach Sturzfluten in Nepal und Tibet vermisst

Nach den verheerenden Sturzfluten im Grenzgebiet von Nepal und Tibet werden vier französische Staatsangehörige vermisst. Die Botschaft in Kathmandu unterstützt die Suche.

Kathmandu – 28.08.2026: Nach den verheerenden Sturzfluten im Grenzgebiet von Nepal und Tibet werden weiterhin vier französische Staatsangehörige vermisst. Das französische Außenministerium teilte am Freitag mit, die Botschaft in Kathmandu arbeite mit den örtlichen Behörden zusammen, um ihren Aufenthaltsort zu ermitteln. Die Namen der Betroffenen wurden bislang nicht veröffentlicht.

Die Fluten trafen die Himalaya-Region am Mittwoch, 26. August, und rissen Straßen, Gebäude sowie Teile der Grenzinfrastruktur mit sich. Besonders schwer betroffen ist der nepalesische Distrikt Rasuwa entlang des Flusses Bhote Koshi. In dem Gebiet hielten sich zahlreiche ausländische Reisende auf, darunter Trekkingtouristen und Menschen auf dem Weg nach Tibet.

Nach Angaben der nepalesischen Polizei waren bis Freitag mindestens 547 Todesopfer im Land registriert worden. Die chinesischen Behörden meldeten fünf weitere Tote auf tibetischer Seite. Mehr als 1.400 Menschen galten am Nachmittag noch als vermisst, unter ihnen zahlreiche ausländische Touristen. Die Zahlen sind vorläufig, weil mehrere Täler zeitweise von der Außenwelt abgeschnitten waren und Rettungskräfte manche Orte erst nach und nach erreichten.

Französische Diplomaten wenden sich nach Angaben des Außenministeriums auch an Reisende, die sich beim Warn- und Informationsdienst Fil d'Ariane registriert hatten. Über das System können französische Staatsangehörige den Behörden Angaben zu Auslandsreisen hinterlassen und in einer Krisenlage Hinweise erhalten. Die Botschaft gleicht nun Informationen von Angehörigen mit Erkenntnissen örtlicher Rettungskräfte, Unterkünfte und Grenzstellen ab.

Über die Identität und den genauen Reiseweg der vier Vermissten liegen keine gesicherten öffentlichen Angaben vor. Medienberichte deuten darauf hin, dass sie sich in der Nähe einer Einwanderungsstelle an der Grenze zu Tibet aufgehalten haben könnten. Von den Behörden wurde dieser mögliche Aufenthaltsort bisher nicht bestätigt.

Die Suche wird durch zerstörte Zufahrten, Erdrutsche sowie große Mengen an Schlamm und Geröll erschwert. Auf tibetischer Seite mussten Einsätze zeitweise wegen eines durch die Fluten aufgestauten Gewässers unterbrochen werden. Später gelang es ersten Rettungskräften, einen zuvor abgeschnittenen Grenzübergang zu erreichen.

Als möglicher Auslöser gilt ein gewaltiger Abbruch von Fels und Gletschereis. Darauf weisen Satellitenbilder und erste wissenschaftliche Einschätzungen hin. Die dadurch freigesetzten Wassermassen schossen durch enge Täler und trafen Siedlungen und Verkehrswege innerhalb kurzer Zeit. Frankreich sprach Nepal und China sein Mitgefühl aus; die Botschaft in Kathmandu beteiligt sich weiter an der Suche nach den vier Vermissten.

Quellen

  • Franceinfo
  • Französisches Außenministerium
  • Associated Press
  • Le Monde
  • Euronews
  • Le Parisien

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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