Marseille – 22.10.2026: Nach den schweren Unwettern vom 19. und 20. Oktober im Südosten Frankreichs ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens vier gestiegen. Die Präfektur des Départements Bouches-du-Rhône meldete am Abend des 21. Oktober drei Tote und einen Verletzten. Auf Korsika kam ein weiterer Mensch ums Leben, nachdem ein Geländewagen in Ghisonaccia von einem angeschwollenen Fluss mitgerissen worden war.
Zwei der drei Todesopfer in den Bouches-du-Rhône wurden nach Angaben der Feuerwehr in einem Keller in Lançon-Provence gefunden. Es handelte sich um zwei Frauen im Alter von 86 und 26 Jahren. Ein 75 Jahre alter Mann war zuvor in Saint-Mitre-les-Remparts von den Wassermassen erfasst worden. Seine Leiche wurde später in Istres entdeckt. Die genauen Umstände der Todesfälle werden untersucht.
Im Département Var suchten Rettungskräfte am Mittwoch weiter nach einer in Roquebrune-sur-Argens als vermisst gemeldeten Person. Die starken Niederschläge hatten dort Überflutungen ausgelöst. Behörden und Einsatzkräfte kontrollierten besonders gefährdete Bereiche, Straßen und Wasserläufe. Ein abschließendes Ergebnis der Suche lag am frühen Donnerstagmorgen noch nicht vor.
Das Unwetter zog von Okzitanien über die Region Provence-Alpes-Côte d'Azur bis nach Korsika. In mehreren Départements wurden Straßen gesperrt, Fahrzeuge von den Fluten fortgerissen und Wohngebiete überschwemmt. Besonders betroffen waren Teile der Bouches-du-Rhône rund um den Étang de Berre sowie Gemeinden im Westen des Départements.
In Saint-Martin-de-Crau wurden nach Angaben der Präfektur rund 250 Menschen in Notunterkünften aufgenommen. Dort und in Arles fiel infolge der Überschwemmungen zeitweise der Strom aus. Die Behörden arbeiteten an der Wiederherstellung der Versorgung. Auch auf wichtigen Straßen und Autobahnabschnitten im Großraum Marseille kam es zu Behinderungen.
Météo-France registrierte während des Unwetters außergewöhnlich hohe Regenmengen. In den Bouches-du-Rhône fielen örtlich mehr als 200 Millimeter Niederschlag innerhalb von 24 Stunden; auf Korsika wurden noch höhere Werte gemessen. Bei mediterranen Starkregenereignissen können Bäche und Flüsse binnen kurzer Zeit anschwellen. Gefährdet sind vor allem Unterführungen, Keller, Straßen und tiefer gelegene Wohngebiete. Die Behörden warnen deshalb regelmäßig davor, überflutete Fahrbahnen zu betreten oder mit dem Auto zu durchqueren.
Am Mittwoch beruhigte sich die Wetterlage in den Bouches-du-Rhône weitgehend, obwohl örtlich noch kräftige Windböen auftraten. Einsatzkräfte blieben in den betroffenen Gemeinden mit Sicherungs- und Aufräumarbeiten beschäftigt. In Roquebrune-sur-Argens dauerte die Suche nach der vermissten Person an.
Quellen
- Präfektur Bouches-du-Rhône über Keeper Press
- Météo-France über TF1 Info
- Französisches Innenministerium
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).