Lille – 23.08.2026: Ivan Jayme Acosta kennt zwei Arbeitswelten, in denen Ruhe, Präzision und der richtige Augenblick zählen. Der in Peru geborene Koch arbeitete nach Angaben eines am Sonntag ausgestrahlten Franceinfo-Porträts zehn Jahre lang als Krankenpfleger in Frankreich, zeitweise in der Notaufnahme. Später wechselte er in die Gastronomie. In seinem Restaurant Tumi in Lille serviert er Gerichte aus seiner Heimat.
Dieser Wechsel war weniger ein abrupter Ausbruch als eine zweite Laufbahn, die lange vorbereitet war. Acosta stand nach eigener Darstellung bereits als Kind in der Küche. In Frankreich entschied er sich zunächst für die Pflege, mit Schichtdiensten, großer Verantwortung und dem engen Takt des Klinikalltags. Erst später machte er aus seiner Leidenschaft für das Kochen einen Beruf und aus den kulinarischen Erinnerungen an Peru ein Restaurantkonzept.
Das Tumi liegt in der Rue d'Inkermann im Zentrum von Lille. Das Unternehmen wurde im April 2019 gegründet und ist als Restaurant mit südamerikanischen Spezialitäten registriert. Die Gründung liegt damit bereits mehrere Jahre zurück. Aktueller Anlass des Porträts ist die Franceinfo-Sendung vom 23. August 2026, die Acostas beruflichen Weg und seine peruanische Küche vorstellt.
Auf der Karte stehen Gerichte, die auch in Frankreich zunehmend bekannt sind. Ceviche besteht aus rohem Fisch, der gewöhnlich mit Limettensaft, Zwiebeln und Chili mariniert wird. Für Lomo Saltado wird Rindfleisch mit Gemüse und Sojasauce im Wok gebraten. Das Gericht verweist auf chinesische Einflüsse, die Perus Alltagsküche seit der Einwanderung aus Asien im 19. Jahrhundert prägen.
Auch Ají de Pollo und Causa Limeña gehören zum Repertoire. Ersteres ist ein cremiges Hühnergericht mit gelber Chilischote, die Causa eine geschichtete Kartoffelspeise, die häufig mit Thunfisch, Huhn oder Avocado gefüllt wird. In diesen Rezepten verbinden sich Zutaten und Traditionen verschiedener Regionen: Kartoffeln aus den Anden, Fisch von der Pazifikküste sowie spanische und asiatische Einflüsse.
Acostas frühere Arbeit in der Pflege bildet dabei mehr als eine biografische Randnotiz. Beide Berufe verlangen Konzentration, belastbare Abläufe und Aufmerksamkeit für andere Menschen. Im Restaurant übersetzt sich diese Erfahrung in Gastfreundschaft. Acosta vermittelt Peru nicht als abstrakte kulinarische Idee, sondern durch vertraute Rezepte, Gewürze und Zubereitungsweisen.
Das Tumi setzt auf eine kompakte Speisekarte und peruanisch geprägte Dekoration; angeboten wird auch Pisco Sour, der bekannte Cocktail aus Pisco, Limettensaft und Eiweiß. Nach eigenen Angaben öffnet das Restaurant von Dienstag bis Samstag. Seit 2019 hat Acosta damit in Lille einen Ort geschaffen, an dem seine persönliche Geschichte und die vielfältigen Traditionen der peruanischen Küche zusammenfinden.
Quellen
- Franceinfo, Cuisiniers d'ailleurs
- Tumi Restaurant Lille
- Pappers Unternehmensregister
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).