Fontainebleau – 23.08.2026: Sechs Wochen nach den schweren Bränden im Wald von Fontainebleau sind Wanderer, Radfahrer und Kletterer in große Teile des Massivs zurückgekehrt. Seit Samstag, dem 22. August, dürfen nach Angaben der Behörden rund 80 Prozent des Gebiets wieder betreten werden. Damit endet die vollständige Sperrung, die während der Feuer im Juli verhängt worden war. Für beschädigte und noch nicht gesicherte Flächen gelten weiterhin Betretungsverbote.
Die Brände hatten das Waldgebiet in Seine-et-Marne vom 12. bis zum 24. Juli erfasst. Nach Angaben des staatlichen Forstbetriebs Office national des forêts waren etwa 2.000 Hektar betroffen. Das entspricht knapp einem Zehntel des mehr als 22.000 Hektar großen Massivs südöstlich von Paris. Anhaltende Trockenheit und der örtlich schwierige Untergrund erschwerten die Löscharbeiten. Auch nachdem die Feuer unter Kontrolle gebracht worden waren, mussten Einsatzkräfte einzelne Glutnester überwachen.
Die Wiederöffnung ist deshalb an klare Sicherheitsauflagen gebunden. Bereiche mit stark geschädigten Bäumen, sichtbaren Brandfolgen oder laufenden Forstarbeiten bleiben abgesperrt. Besucher sollen Markierungen und Hinweisschilder an den Zugängen beachten und gesperrte Wege keinesfalls benutzen. Forstteams fällen derzeit umsturzgefährdete Bäume und sichern Wege, Waldränder sowie weitere öffentlich zugängliche Stellen. Wer Absperrungen missachtet, gefährdet sich selbst und kann die Arbeiten behindern.
Für die Umgebung ist die Freigabe von erheblicher praktischer und wirtschaftlicher Bedeutung. Fontainebleau zählt zu den meistbesuchten Naturgebieten der Île-de-France. Das Massiv ist für sein dichtes Wegenetz und seine Sandsteinblöcke bekannt; unter Klettersportlern gilt es als eines der bedeutendsten Bouldergebiete weltweit. Während der Sperrung waren zahlreiche Wanderwege, Klettersektoren und Zufahrten nicht erreichbar. Auf der Autobahn A6, die durch den Wald führt, lief der Verkehr bereits seit Ende Juli wieder regulär.
Trotz der Öffnung bleibt offenes Feuer im gesamten Gebiet strikt verboten. Die Vegetation ist weiterhin trocken, weshalb der Office national des forêts und die Einsatzkräfte besonders empfindliche Abschnitte kontrollieren. Die Vorgaben gelten gleichermaßen für Spaziergänger, Radfahrer und Kletterer. Auch auf freigegebenen Wegen ist mit kurzfristigen Einschränkungen zu rechnen, wenn Sicherungsarbeiten dies erfordern.
Die ökologischen Folgen werden den Wald über die Zugangssperre hinaus prägen. Der Forstbetrieb untersucht, welche Flächen sich aus eigener Kraft regenerieren und wo Aufforstungen oder andere Eingriffe nötig werden. Mit Unterstützung der Fondation du Patrimoine wurde zudem eine Spendenaktion für die Wiederherstellung des Massivs gestartet. Rund 20 Prozent des Waldes bleiben vorerst für die Öffentlichkeit geschlossen.
Quellen
- Franceinfo
- Präfektur Seine-et-Marne
- Office national des forêts
- TF1 Info
- AFP
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).