Biscarrosse – 31.07.2026: Der Waldbrand bei Biscarrosse im Département Landes ist nach Angaben der Behörden unter Kontrolle. Seit dem Nachmittag des 23. Juli hatte sich das Feuer zwischen Biscarrosse und den benachbarten Gemeinden ausgebreitet. Rund 3.600 Hektar Wald und Vegetation wurden zerstört. Einsatzkräfte überwachen das Brandgebiet weiterhin und löschen Glutnester, aus denen neue Feuer entstehen könnten.
Der Brand löste umfangreiche Evakuierungen aus. In Biscarrosse, Parentis-en-Born und gefährdeten Teilen von Sanguinet mussten zeitweise rund 30.000 Einwohner und Urlaubsgäste ihre Unterkünfte vorsorglich verlassen. Betroffen waren Wohnviertel, Campingplätze, Ferienunterkünfte und eine Pflegeeinrichtung. Die Behörden erlaubten die Rückkehr schrittweise und nur in Gebiete, die Feuerwehr und Polizei zuvor als sicher eingestuft hatten.
Bereits am 26. Juli hatte die Präfektur die Rückkehr in mehrere gesicherte Bereiche von Biscarrosse gestattet. Zwei Tage später dauerten die Überwachung und die Bekämpfung einzelner wieder aufflammender Brandstellen jedoch an. Hohe Temperaturen verschärften die Gefahr neuer Feuer. Am 28. Juli verzeichnete die Feuerwehr 40 Einsätze, darunter zehn wegen erneut aufgeflammter Glutnester.
Während der akuten Phase waren rund 600 Feuerwehrkräfte im Einsatz. Sicherheitskräfte sicherten die Evakuierungswege, hielten Zufahrten für Rettungsfahrzeuge frei und kontrollierten gesperrte Gebiete. Nachdem die offenen Flammen eingedämmt waren, verlagerte sich der Einsatz auf die Kontrolle des weitläufigen Brandrandes. Dass ein Feuer als unter Kontrolle gilt, bedeutet noch nicht, dass im Gelände keine Gefahr mehr besteht: Hitze kann sich im Boden, in Wurzeln oder unter Vegetationsresten halten und bei Wind sowie trockener Luft neue Flammen entfachen.
Der Brand bei Biscarrosse gehört zu den schweren Feuern, die den Südwesten Frankreichs in der zweiten Julihälfte trafen. Das Innenministerium bezifferte die seit Jahresbeginn landesweit verbrannte Fläche am 27. Juli auf mehr als 116.000 Hektar. Die Zahl verdeutlicht die außergewöhnliche Belastung für Feuerwehren und Katastrophenschutz, sagt für sich genommen aber noch nichts über die Ursachen einzelner Brände aus.
In Biscarrosse und Parentis-en-Born wurden zahlreiche Gebäude beschädigt oder zerstört. Eine frühere, unter Vorbehalt veröffentlichte Erhebung nannte 198 zerstörte Bauten. Eine abschließende Bilanz war zunächst nicht möglich, weil die Einsatzkräfte gefährdete Bereiche erst sichern und vollständig überprüfen mussten. Nun können die Behörden die Schäden genauer erfassen und Aufräumarbeiten vorbereiten. Die Brandwache bleibt unterdessen im Gelände, solange verborgene Glutstellen und mögliche Wiederaufflammungen nicht ausgeschlossen werden können.
Quellen
- Präfektur der Landes
- Innenministerium Frankreich
- Le Monde
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).