La Mierla – 21.07.2026: Über den Bergrücken der Sierra Norte von Guadalajara liegt seit Tagen Rauch. Der Waldbrand, der am Donnerstag bei La Mierla ausbrach, ist nach jüngsten Angaben weiterhin nicht unter Kontrolle. Bis Dienstagvormittag sollen rund 29.000 Hektar betroffen sein. Damit hat das Feuer eine Dimension erreicht, die die Region Castilla-La Mancha bislang nicht erlebt hat.
Für die Bewohner der verstreuten Dörfer ist die Lage vor allem ein abrupter Verlust von Alltag. Nach Angaben der Behörden wurden inzwischen 34 Orte vorsorglich geräumt. Bereits am Montag hatten etwa 1.200 Menschen ihre Häuser verlassen müssen. Neue Anordnungen betrafen unter anderem Hiendelaencina, Congostrina und San Andres del Congosto, weil sich die Feuerfront weiter bewegte.
Das Feuer hatte am 16. Juli in der Gemeinde La Mierla begonnen und sich in nur wenigen Tagen über ein Gelände aus Wäldern, Hängen und kleinen Siedlungen ausgedehnt. Die Angaben zur verbrannten Fläche änderten sich fortlaufend: Am Montagmorgen war noch von rund 26.000 Hektar die Rede. Die Auswertung des weitläufigen Brandgebiets dauert an.
Die Einsatzleitung von Infocam setzt auf Bodentrupps, Löschfahrzeuge, schwere Maschinen und kontrollierte Gegenfeuer, um Schutzlinien zu schaffen. Nach Medienangaben waren am Dienstagvormittag 72 Bodeneinheiten mit 394 Einsatzkräften im Einsatz. Auch die Militärische Notfalleinheit UME unterstützt die Löscharbeiten. Vorrang hat nach Darstellung der Verantwortlichen der Schutz der Ortschaften und ihrer Bewohner.
Besonders schwierig sind die Bedingungen in der Sierra Norte: hohe Temperaturen, sehr trockene Luft und Wind können Glutnester rasch zu neuen Fronten werden lassen. Das Feuer bedroht zudem wertvolle Naturflächen des Naturparks Sierra Norte de Guadalajara und bewegt sich nach Norden. Behörden beobachten deshalb auch eine mögliche Ausbreitung in Richtung der benachbarten Provinz Soria.
Die Brandursache ist nach den vorliegenden Berichten nicht geklärt. Eine Bewertung möglicher Auslöser wäre derzeit Spekulation. Für die Menschen in den evakuierten Orten geht es zunächst um sehr konkrete Fragen: Wann dürfen sie zurück, sind Häuser und Höfe verschont geblieben, und was ist von den Wäldern und Weiden geblieben, die ihre Region prägen?
Der Brand erinnert die Provinz an den Juli 2005, als ein Feuer bei La Riba de Saelices elf Angehörige der Einsatzkräfte das Leben kostete und etwa 13.000 Hektar zerstörte. Das heutige Feuer hat diese Fläche deutlich überschritten. Für die Rettungskräfte bleibt jede Wetteränderung entscheidend – und für die Betroffenen jeder Tag fern von zu Hause.
Quellen
- RTVE
- EFE
- El Pais
- Infocam Castilla-La Mancha
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).