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Aktuell · 18.07.2026 01:00

Waldbrand bei Saragossa erfasst rund 14.000 Hektar

Der Waldbrand bei Orés in der Provinz Saragossa ist weiter außer Kontrolle. Rund 1.000 Menschen aus sechs Orten bleiben in Sicherheit gebracht, während mehr als 450 Einsatzkräfte gegen die Flammen kämpfen.

Orés – 17.07.2026: Der großflächige Waldbrand in der Comarca Cinco Villas nordwestlich von Saragossa hat nach jüngsten vorläufigen Schätzungen rund 14.000 Hektar erfasst. Das Feuer, das am Mittwoch, 15. Juli, im Gemeindegebiet von Orés ausbrach, bleibt am Freitagabend außer Kontrolle. Wechselnde Winde, trockene Luft und schwer zugängliche Schluchten erschweren den Einsatz der Löschkräfte erheblich.

Die Behörden in Aragonien halten die höchste operative Stufe ihres Waldbrand-Notfallplans aufrecht. Nach Angaben des regionalen Einsatzstabs gibt es weiterhin mehrere aktive Brandfronten. Der Brandbereich erstreckt sich über einen Umfang von etwa 60 Kilometern. Die Flammen breiteten sich im Tagesverlauf vor allem in nördlicher und nordwestlicher Richtung aus und bedrohten zeitweise weitere bewohnte Gebiete.

Etwa 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner aus fünf Orten in Aragonien sowie aus Petilla de Aragón in der benachbarten Region Navarra mussten ihre Häuser vorsorglich verlassen. Besonders im Fokus standen am Freitag die Gemeinden Uncastillo und Luesia. Die Einsatzkräfte konnten den Ortskern von Luesia nach Angaben des aragonesischen Krisenstabs vor den Flammen schützen. Eine Entwarnung für die übrigen betroffenen Orte gab es jedoch nicht.

Mehr als 450 Einsatzkräfte sind an den Löscharbeiten beteiligt. Eingesetzt werden Kräfte des regionalen Waldbranddienstes INFOAR, der Militärischen Nothilfeeinheit UME, Feuerwehrleute aus der Provinz und der Stadt Saragossa sowie Verstärkung aus mehreren spanischen Regionen. Hinzu kommen zahlreiche Löschfahrzeuge, Planierraupen und Luftfahrzeuge. Auch Einheiten aus Navarra unterstützen die Sicherung gefährdeter Siedlungen und Zufahrtswege.

Der Leiter des Einsatzes und Vertreter der Regionalregierung verwiesen auf die besondere Schwierigkeit des Geländes. Wälder, landwirtschaftlich genutzte Flächen, Buschland und tiefe Einschnitte wechseln sich in dem betroffenen Gebiet ab. Dadurch können sich Feuerlinien rasch verändern. Die starken und unbeständigen Windrichtungen machen es zudem schwieriger, den Verlauf des Brandes vorauszusagen und sichere Angriffspositionen für die Einsatzteams festzulegen.

Spaniens Ministerium für den ökologischen Wandel beteiligt sich mit staatlichen Ressourcen an der Bekämpfung des Feuers. Ministerin Sara Aagesen besuchte am Freitag den Einsatzraum in den Cinco Villas. Sie erklärte, vorrangig seien der Schutz der Bevölkerung, die Sicherung der Ortschaften und die Eindämmung der Brandfronten. Die Behörden fordern die Bevölkerung in der Region auf, Sperrungen zu beachten und Einsatzfahrzeugen freie Zufahrten zu lassen.

Für die kommenden Stunden bleibt die Wetterentwicklung entscheidend. Die Einsatzleitung rechnet mit weiterhin schwierigen Bedingungen, falls der Wind erneut dreht oder auffrischt. Die Flächenangabe von rund 14.000 Hektar ist vorläufig und kann sich mit der weiteren Lageerkundung ändern. Angaben zu Verletzten oder größeren Schäden innerhalb der geschützten Ortskerne lagen am Freitagabend nicht vor.

Quellen

  • Gobierno de Aragón und INFOAR über den regionalen Krisenstab
  • Europa Press
  • El País
  • Cadena SER Radio Zaragoza

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