Pontevès – 02.08.2026: Der Waldbrand am Gros Bessillon im Département Var hat sich am Sonntag zunächst nicht weiter ausgebreitet. Nach Angaben des Präfekten blieb der Umfang des Feuers unverändert. Die Feuerwehr bekämpft weiterhin Glutnester und sichert die Ränder des Brandgebiets. So soll verhindert werden, dass Flammen unter der trockenen Vegetation weiterwandern oder bei auffrischendem Wind erneut größere Flächen erfassen.
Seit dem Ausbruch des Feuers am 21. Juli sind nach Behördenangaben annähernd 2.000 Hektar Vegetation verbrannt. Der Brand begann in der Gemeinde Pontevès und dehnte sich über den Bessillon-Höhenzug aus. Betroffen waren vor allem Gebiete nahe Pontevès, Cotignac, Correns, Barjols und Montfort-sur-Argens. In den ersten Tagen mussten Bewohner mehrerer Ortsteile ihre Häuser verlassen. Straßen wurden gesperrt, die Präfektur aktivierte den Krisenstab des Départements.
Die Stabilisierung ist noch keine vollständige Entwarnung. Bei ausgedehnten Vegetationsbränden können tiefer liegende Glutstellen, Wurzeln und schwer zugängliche Randzonen lange Wärme speichern. Feuerwehrleute suchen diese Stellen gezielt ab, kühlen sie und kontrollieren die Grenzen der verbrannten Flächen. Schon kleine Wiederaufflammungen können sich bei Hitze, Wind und niedriger Luftfeuchtigkeit rasch ausweiten.
Während der bisherigen Einsatzphase waren laut Präfektur zeitweise rund 1.000 Feuerwehrleute und 270 Fahrzeuge vor Ort. Im unwegsamen Gelände wurden zusätzliche Zufahrten angelegt, damit Löschfahrzeuge näher an gefährdete Bereiche gelangen konnten. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf den Zonen zwischen Correns und Barjols, wo Feuer erneut aufgeflammt waren.
Der Brand am Gros Bessillon ist bereits das vierte größere Feuer, das die Einsatzkräfte im Var seit dem 19. Juli beschäftigt. Zuvor hatte unter anderem ein Brand zwischen Taradeau und Les Arcs Waldflächen zerstört und Wohngebiete bedroht. Die nahezu gleichzeitigen Einsätze beanspruchten Personal, Fahrzeuge und Löschflugzeuge erheblich. Die Behörden schränkten deshalb zeitweise den Zugang zu Waldgebieten ein und untersagten offene Flammen im Département.
Für die Bevölkerung gelten weiterhin die örtlichen Anordnungen. Die Präfektur warnt davor, abgesperrte Wege oder Einsatzgebiete zu betreten. Menschen und Fahrzeuge in der Nähe der Brandränder können die Arbeit der Rettungskräfte behindern; freie Zufahrten sind erforderlich, damit die Feuerwehr bei einer Wiederentzündung unverzüglich eingreifen kann.
Eine abschließende Bilanz der Schäden liegt noch nicht vor. Sie kann erst erstellt werden, wenn die gefährdeten Randzonen kontrolliert und sämtliche entdeckten Glutstellen gelöscht sind. Am Sonntag konzentrierten sich die Einsatzkräfte daher weiterhin auf die dauerhafte Sicherung des rund 2.000 Hektar großen Brandgebiets.
Quellen
- Präfektur des Var
- FR-Alert
- Nachrichten.fr-RSS-Draft
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