Politik & Gesellschaft

Waldbrand in der Gironde: Rund 20.000 Menschen vorsorglich evakuiert

Der seit Mittwoch bei Saumos brennende Waldbrand hat sich am Donnerstag im Norden des Beckens von Arcachon weiter ausgedehnt. Nach Angaben der Einsatzkräfte wurden etwa 3.700 Hektar erfasst; rund 20.000 Menschen mussten ihre Unterkünfte…

Saumos – 23.07.2026: Ein großflächiger Waldbrand in der Gironde hat sich am Donnerstag weiter in Richtung der Atlantikküste ausgebreitet. Das Feuer war am Mittwoch, 22. Juli, in der Gemeinde Saumos ausgebrochen und erreichte in der Nacht Gebiete von Le Porge. Am Abend blieb der Brand im Norden des Beckens von Arcachon aktiv. Die Rettungskräfte setzten ihren Einsatz unter schwierigen Bedingungen fort.

Nach dem am Donnerstagabend veröffentlichten Lagebild des Feuerwehr- und Rettungsdienstes hatte der Brand etwa 3.700 Hektar erfasst. Vorsorglich wurden seit Mittwochabend rund 20.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Betroffen waren Anwohner sowie Urlauber in besonders gefährdeten Bereichen. Am Donnerstagmittag ordneten die Behörden zusätzliche Evakuierungen in Claouey und in drei Campingplätzen auf der Straße zum Cap Ferret an.

Bis zum Abend wurden keine Verletzten und keine zerstörten Wohnhäuser gemeldet. Das schließt die Gefahr jedoch nicht aus: Die Einsatzleitung stuft die Lage weiter als ungünstig ein. Die Flammen breiteten sich in einem ausgedehnten Kiefernwald aus, der zum Waldgebiet der Landes de Gascogne gehört. Mehrere hundert Feuerwehrleute sowie Luftfahrzeuge waren nach den vorliegenden Berichten im Einsatz, um die Ausbreitung zu bremsen und bewohnte Zonen zu schützen.

Besonders belastend sind Hitze, trockene Vegetation, geringe Luftfeuchtigkeit und Wind. Diese Kombination kann die Ausbreitung eines Vegetationsbrandes beschleunigen und neue Brandherde durch Funkenflug auslösen. Für Freitag, 24. Juli, wurden für die Gironde Temperaturen bis zu 38 Grad Celsius sowie Windböen von 30 bis 40 Kilometern pro Stunde erwartet. Die weiteren Entwicklungen hängen deshalb stark von Wetter und Löscherfolg ab.

Der weithin sichtbare Rauch hat zudem Folgen für die Luftqualität. Atmo Nouvelle-Aquitaine rechnet am 23. Juli mit einer Belastung durch Feinstaubpartikel PM10, die durch den Brand freigesetzt werden. Nach dem Lagebericht vom Vormittag zog die Rauchfahne vor allem in Richtung Küste. Bei einer Änderung der Windrichtung kann auch der Norden des Départements Landes stärker betroffen sein.

Die Messstellen und Prognosemodelle des regionalen Luftqualitätsdienstes werden fortlaufend ausgewertet. Menschen im Bereich der Rauchfahne sollen den Kontakt mit Rauch möglichst vermeiden und die Anweisungen von Präfektur und Gemeinden beachten. Besonders empfindlich reagieren Kinder, ältere Menschen, Schwangere sowie Personen mit Atemwegs- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bei anhaltenden Beschwerden ist medizinischer Rat angezeigt.

Zur Ursache des Feuers gibt es bislang keine offiziell bestätigte Erklärung. Berichte über ein mögliches Arbeitsgerät bei der Pflege von Waldwegen wurden von den zuständigen Behörden nicht bestätigt. Im Vordergrund steht daher weiterhin der Schutz der evakuierten Bevölkerung und die Stabilisierung der Brandfront. Die Behörden wollen ihre Lagehinweise an die Entwicklung des Einsatzes anpassen.

Quellen

  • Atmo Nouvelle-Aquitaine
  • Euronews mit AFP
  • La Chaine Meteo

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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