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Waldbrände im Var: Gendarmerie sucht nach möglichen Brandstiftern

Nach dem heftigen Wiederaufflammen eines Waldbrändes im Var prüft die Staatsanwaltschaft Draguignan den Verdacht vorsätzlicher Brandlegung. Verstärkte Patrouillen sollen Spuren sichern, Hinweise aufnehmen und weitere Feuer verhindern.

Draguignan – 05.08.2026: Im südfranzösischen Département Var verstärkt die Gendarmerie ihre Präsenz an Straßen und Zufahrten zu gefährdeten Waldgebieten. Nachdem ein Feuer seit Freitag heftig wieder aufgeflammt ist, prüfen die Ermittler, ob es vorsätzlich gelegt worden sein könnte. Die Staatsanwaltschaft Draguignan betrachtet freiwillige Brandlegungen nach bisherigem Stand als ernsthafte Hypothese.

Die Kontrollen dienen sowohl der Gefahrenabwehr als auch den Ermittlungen. Die Beamten versuchen nachzuvollziehen, wer sich zu welcher Zeit in den betroffenen Gebieten aufgehalten hat. Dabei achten sie auf verdächtige Fahrzeuge, ungewöhnliche Bewegungen und Beobachtungen an Stellen, an denen erneut Flammen ausbrachen. Für Anwohner und Urlauber bedeutet die verstärkte Präsenz zusätzliche Kontrollen in einer ohnehin angespannten Lage.

Patrouillen überwachen Zugänge, nehmen Hinweise aus der Bevölkerung auf und sollen mögliche Täter abschrecken. Zugleich sichern die Einsatzkräfte Bereiche, die für die Untersuchung der Brandursache relevant sein könnten. Ob das Wiederaufflammen tatsächlich auf absichtliche Handlungen zurückgeht, ist allerdings ungeklärt. Bislang haben die Behörden keine tatverdächtige Person benannt.

Die Ermittlungen fallen in eine für das Département außerordentlich belastende Brandsaison. Bereits Ende Juli waren neben Feuerwehr und Rettungsdiensten zahlreiche Gendarmen im Einsatz. Nach Angaben der nationalen Gendarmerie wurden zeitweise bis zu 50 Kräfte fortlaufend eingesetzt. Sie sicherten Evakuierungszonen und Verkehrsachsen, sperrten gefährdete Gebiete und unterstützten die Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung.

Ein am 21. Juli ausgebrochener Großbrand hatte laut Gendarmerie rund 2.500 Hektar erfasst und etwa zehn Häuser zerstört. Die Untersuchung seiner Ursache wurde der Ermittlungsbrigade in Brignoles unter Leitung der Staatsanwaltschaft Draguignan übertragen. Das erneute Aufflammen erhöht nun den Druck auf die Behörden, Beobachtungen aus der Bevölkerung mit technischen Befunden und möglichen Spuren abzugleichen.

Für die betroffenen Gemeinden reichen die Folgen über die strafrechtliche Untersuchung hinaus. Kontrollen beeinträchtigen den Verkehr, Waldwege bleiben gefährlich, und neue Rauchentwicklung kann weitere Schutzmaßnahmen erforderlich machen. Zugleich sind die Ermittler auf präzise Hinweise angewiesen: Angaben zu Ort, Zeit, Fahrzeugen oder auffälligem Verhalten können helfen, Bewegungsmuster zu rekonstruieren. Unbestätigte Vermutungen ersetzen jedoch keine belastbaren Belege.

Staatsanwaltschaft und Gendarmerie äußern sich deshalb bislang zurückhaltend zu einzelnen Spuren. In dieser frühen Phase müssen Brandstellen technisch untersucht, Zeugenaussagen geprüft und mögliche Zusammenhänge zwischen verschiedenen Ausbruchsorten geklärt werden. Gesichert ist derzeit, dass die Justiz den Verdacht vorsätzlicher Brandlegung offiziell untersucht und die Gendarmerie ihre Patrouillen im Var verstärkt hat.

Quellen

  • Franceinfo
  • Gendarmerie nationale
  • Präfektur des Var

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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