Politik & Gesellschaft

Zoll findet 3,9 Tonnen Kokain im Hafen von Dunkerque

Französische Zollbeamte haben in Dunkerque knapp 3,9 Tonnen Kokain in einem Container aus Ghana sichergestellt. Nach Behördenangaben war die Ladung für Belgien bestimmt und auf dem illegalen Markt rund 225 Millionen Euro wert.

Dunkerque – 12.09.2026: Französische Zollbeamte haben im Hafen von Dunkerque knapp 3,9 Tonnen Kokain entdeckt. Nach Angaben der Zollverwaltung kontrollierten sie die Sendung am 7. September. Der geschätzte Wert auf dem illegalen Markt liegt bei rund 225 Millionen Euro. Die Behörde machte den Fund am Freitag öffentlich. Er zählt zu den größten Kokainfunden der jüngeren Vergangenheit in einem französischen Seehafen.

Der Container kam aus Ghana und sollte nach Belgien weitertransportiert werden. Ein auf Betäubungsmittel spezialisierter Spürhund schlug bei der Kontrolle an. Daraufhin durchleuchteten die Beamten die Ladung mit einem mobilen Röntgenscanner und öffneten den Container. In acht Taschen fanden sie 167 Pakete, die zwischen Säcken mit recyceltem Kunststoff verborgen waren. Nach Angaben des Zolls wurde die gesamte beschlagnahmte Ware vernichtet.

Über mögliche Tatverdächtige, Auftraggeber oder die Vertriebsstruktur hinter dem Transport machte die Zollverwaltung zunächst keine Angaben. Auch lässt sich aus einer einzelnen Sicherstellung nicht ableiten, dass Dunkerque bereits dauerhaft zu einem zentralen Umschlagplatz des Kokainhandels geworden ist. Kriminelle Netzwerke verändern ihre Routen, wenn Kontrollen in etablierten Häfen verstärkt werden. Ob sich die Warenströme langfristig verlagern, kann nur anhand weiterer Ermittlungen und Sicherstellungen beurteilt werden.

Allerdings reiht sich der Fund in mehrere außergewöhnlich große Beschlagnahmungen am selben Standort ein. Im Februar 2026 zogen die französischen Zollbehörden bei drei Einsätzen innerhalb von weniger als zwei Wochen insgesamt mehr als 13 Tonnen Kokain aus dem Verkehr. Bereits im März 2025 waren in Dunkerque zehn Tonnen sichergestellt worden. Die nun entdeckten 3,9 Tonnen bleiben deutlich unter diesen Mengen, bestätigen aber den hohen Kontrolldruck im Hafen.

Das französische Finanzministerium hatte im Mai zusätzliche personelle und technische Mittel für Dunkerque angekündigt. Zum 1. September sollte eine eigene, ausschließlich für den Hafen zuständige Zollbrigade ihre Arbeit aufnehmen. Geplant waren zunächst 25 Beschäftigte; bis Mitte 2027 soll die Einheit auf 37 Kräfte anwachsen. Seit Ende 2024 steht zudem ein mobiler Scanner mit niedriger Strahlungsintensität bereit. Bis Ende 2026 ist ein fest installierter Hochleistungsscanner vorgesehen.

Dunkerque ist nach Angaben des Ministeriums der drittgrößte Güterhafen Frankreichs. Im Jahr 2025 wurden dort etwa 747.000 Container umgeschlagen. Das wachsende Frachtaufkommen erschwert flächendeckende Kontrollen: Die Behörden müssen verdächtige Ladungen erkennen, ohne den regulären Warenverkehr erheblich zu verzögern. Bei der aktuellen Kontrolle verhinderten Spürhund, Scanner und Zollbeamte, dass die für Belgien bestimmte Kokainlieferung ihren Zielort erreichte.

Quellen

  • Franceinfo
  • Französische Zollverwaltung
  • Französisches Finanzministerium

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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