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Zwei französische Journalisten dürfen Togo nicht verlassen

Zwei französische Journalisten sitzen nach Angaben ihrer Produktionsfirma seit dem 27. Juli in Togo fest. Ihre Pässe und Filmaufnahmen seien beschlagnahmt worden, gegen sie stehe ein Spionagevorwurf im Raum.

Paris – 19.08.2026: Zwei französische Journalisten dürfen Togo nach Angaben ihrer Produktionsfirma seit mehr als drei Wochen nicht verlassen. Die Mitarbeiter von Tony Comiti Productions waren demnach am 27. Juli während Dreharbeiten für den öffentlich-rechtlichen Sender France 5 festgenommen worden. Ihre Pässe und das aufgenommene Filmmaterial seien beschlagnahmt worden. Gegen beide stehe ein Spionagevorwurf im Raum.

Tony Comiti, Gründer der nach ihm benannten Produktionsgesellschaft, bezeichnete die Lage am Mittwoch im französischen Radiosender France Inter als blockiert. Seit der Festnahme gebe es keinen erkennbaren Fortschritt. Nähere Angaben zum Gegenstand der Dreharbeiten oder zu den Umständen des Zugriffs machte er laut Franceinfo nicht.

Unklar ist auch, welchen rechtlichen Status die beiden Journalisten derzeit haben. Aus den veröffentlichten Informationen geht weder hervor, ob sie formell angeklagt wurden, noch welche Behörde das Verfahren führt. Auch zu ihrem Aufenthaltsort, einer möglichen anwaltlichen Vertretung und den Bedingungen, unter denen sie festgehalten werden, liegen keine belastbaren Angaben vor. Die Namen der Betroffenen wurden ebenfalls nicht genannt.

Die Einziehung der Reisepässe verhindert nach Darstellung der Produktionsfirma ihre Ausreise. Mit der Beschlagnahmung der sogenannten Rushes, also des noch ungeschnittenen Rohmaterials, verfügen die Behörden zudem über sämtliche während des Einsatzes entstandenen Aufnahmen. Für die Redaktion sind solche Bilder die Grundlage der späteren journalistischen Bearbeitung; in einem Ermittlungsverfahren können sie zugleich Aufschluss darüber geben, was die Reporter gefilmt haben.

Der Vorwurf der Spionage verleiht dem Vorgang eine erhebliche rechtliche und politische Tragweite. Welche Handlungen den Journalisten konkret zur Last gelegt werden und auf welche togolesischen Vorschriften sich die Behörden berufen, ist bislang jedoch nicht öffentlich bekannt. Eine Stellungnahme der zuständigen Stellen in Togo war in der von Franceinfo verbreiteten Meldung nicht enthalten. Die Darstellung des Geschehens beruht daher vorerst auf den Angaben der Produktionsfirma.

Da es sich bei den Betroffenen um französische Staatsangehörige handelt, berührt der Fall auch konsularische Aufgaben. Französische Vertretungen können Staatsbürger im Ausland unter anderem über anwaltliche Hilfe informieren und den Kontakt zu örtlichen Behörden begleiten; sie können ein ausländisches Verfahren jedoch nicht aufheben. Ob und in welcher Form französische Stellen bereits tätig geworden sind, wurde nicht mitgeteilt.

Tony Comiti Productions erstellt Reportagen und Dokumentationen für Fernsehsender. Nach den bislang veröffentlichten Angaben waren die beiden Mitarbeiter für France 5 in Togo unterwegs. Als gesichert gilt aus der Erklärung vom 19. August, dass ihre Pässe und Aufnahmen weiterhin einbehalten wurden und sie deshalb das Land nicht verlassen konnten.

Quellen

  • Franceinfo

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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