Am Freitag, dem 3. Januar, wurden in der französischen Region Drôme zwei Leichen entdeckt, bei denen es sich vermutlich um eine seit Silvester vermisste Mutter und ihren Sohn handelt. Dies gab die Staatsanwaltschaft von Valence bekannt. Die Leichen wurden am späten Vormittag in der Gemeinde Chabeuil von Gendarmen gefunden, wie der Staatsanwalt Laurent de Caigny in einer Pressemitteilung erklärte.
Noch viele offene Fragen
Die genauen Umstände ihres Todes sind derzeit unklar. Eine Untersuchung war am Donnerstag eingeleitet worden, nachdem eine 45-jährige Frau und ihr achtjähriger Sohn als vermisst gemeldet worden waren. Laut Angaben von Angehörigen, die von der Staatsanwaltschaft zitiert wurden, hatte die Frau ihr Haus in der Nähe von Chabeuil auf unerklärliche Weise verlassen – zusammen mit ihrem Sohn und in ihrem gelben Peugeot.
Nach erfolglosen Versuchen, die beiden über Telefon, Bankdaten oder Videoüberwachung zu lokalisieren, wurde ein öffentlicher Suchaufruf gestartet. Die Polizei verbreitete Fotos des Jungen, eines etwa 1,25 Meter großen Kindes, und seiner blonden Mutter in den lokalen Medien. Auch die Beschreibung des Autos wurde veröffentlicht. Die Leichen wurden schließlich in der Nähe des gesuchten Fahrzeugs gefunden, wie der Staatsanwalt bestätigte.
Neue Ermittlungsrichtung
Die Ermittlungen wurden mittlerweile unter dem Verdacht der „Unterlassung von Pflege durch eine sorgeberechtigte Person, die zum Tod eines Minderjährigen führte“ neu eingeleitet. Diese Anklage könnte sich jedoch nach den bevorstehenden Autopsien ändern, betonte de Caigny.
Ein tragisches Rätsel
Der Fall wirft zahlreiche Fragen auf: Was hat die Mutter dazu bewogen, ihr Zuhause mitten in der Nacht zu verlassen? Gab es äußere Einflüsse oder einen plötzlichen Vorfall, der diese Tragödie auslöste? Die Autopsien sollen nun Aufschluss über die Todesursache geben und vielleicht erste Antworten liefern.
Für die lokale Gemeinschaft ist dies ein Schock – insbesondere für diejenigen, die das Verschwinden von Mutter und Kind aktiv verfolgt und auf ein anderes Ende gehofft hatten. Was bleibt, ist Trauer und die Suche nach der Wahrheit hinter diesem mysteriösen Vorfall.