Gesundheit

Zwei Todesfälle bei Cyclosporiasis-Ausbruch in Michigan gemeldet

Im US-Bundesstaat Michigan sind zwei Menschen im Zusammenhang mit einem großen Cyclosporiasis-Ausbruch gestorben. Beide litten an schweren Vorerkrankungen; ob ihre Fälle dem Ausbruch durch belasteten Eisbergsalat zuzurechnen sind, ist noch offen.

Lansing – 04.08.2026: Im US-Bundesstaat Michigan sind zwei Menschen im Zusammenhang mit dem anhaltenden Ausbruch der Darminfektion Cyclosporiasis gestorben. Das Michigan Department of Health and Human Services teilte am Montag, 3. August, mit, dass beide Betroffenen erhebliche Vorerkrankungen hatten. Die Infektion und eine mögliche Austrocknung könnten ihren Gesundheitszustand zusätzlich belastet haben. Weitere Angaben zu Alter, Wohnort oder Identität veröffentlichte die Behörde nicht.

Cyclosporiasis wird durch den mikroskopisch kleinen Parasiten Cyclospora cayetanensis verursacht. Zu den typischen Beschwerden gehören lang anhaltender, wässriger Durchfall, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erschöpfung und Gewichtsverlust. Die Erkrankung verläuft in den Vereinigten Staaten gewöhnlich nicht lebensbedrohlich. Häufiger Durchfall und Erbrechen können jedoch einen erheblichen Flüssigkeitsverlust verursachen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen sowie Personen mit geschwächtem Immunsystem oder schweren Vorerkrankungen.

Michigan verzeichnet seit Ende Juni einen außergewöhnlich starken Anstieg der gemeldeten Infektionen. In einem gewöhnlichen Jahr registriert der Bundesstaat etwa 50 Fälle. Bereits Mitte Juli lagen mehrere Tausend Meldungen vor. Die Gesundheitsbehörden untersuchen einen Teil davon gemeinsam mit den US-amerikanischen Bundesbehörden CDC und FDA als Ausbruch, der mehrere Bundesstaaten betrifft.

Die Lebensmittelbehörde FDA führt den enger abgegrenzten Ausbruch in neun Bundesstaaten auf zerkleinerten Eisbergsalat zurück, der unter anderem in Filialen der Schnellrestaurantkette Taco Bell verwendet wurde. Nach Angaben der Behörde stammt der Salat von Taylor Farms de Mexico und wurde aus Zentralmexiko bezogen. Das Unternehmen nahm die betroffenen Produkte am 17. Juli vorsorglich vom US-Markt.

Für diesen Teil des Ausbruchsgeschehens meldete die FDA am 24. Juli insgesamt 1.947 Erkrankte und mindestens 98 Krankenhausbehandlungen, zu diesem Zeitpunkt aber keine Todesfälle. Die beiden nun bekannt gewordenen Todesfälle gehören zum größeren Infektionsgeschehen in Michigan. Ob sie dem von der FDA definierten Salatausbruch zugeordnet werden können, geht aus den veröffentlichten Angaben bislang nicht hervor.

Cyclospora wird meist über verunreinigte Lebensmittel oder Wasser übertragen. Eine unmittelbare Ansteckung von Mensch zu Mensch gilt als unwahrscheinlich, da der ausgeschiedene Parasit zunächst außerhalb des Körpers heranreifen muss. Das erschwert zugleich die Rückverfolgung: Zwischen dem Verzehr eines belasteten Produkts und dem Auftreten der Symptome können mehrere Tage liegen.

Die Behörden raten, zurückgerufene Salatprodukte nicht zu verzehren. Wer nach dem Verzehr frischer Rohprodukte anhaltenden Durchfall, deutliche Schwäche oder Anzeichen einer Austrocknung entwickelt, sollte medizinische Hilfe suchen. Eine gezielte antibiotische Behandlung kann erforderlich sein.

Nach Angaben der FDA können die Fallzahlen auch nach einem Rückruf weiter steigen, weil zwischen Erkrankung, Laborbestätigung und Zuordnung zu einem Ausbruch mehrere Wochen vergehen. Die Ermittlungen zu Herkunft und Vertriebswegen der belasteten Produkte dauern an.

Quellen

  • Michigan Department of Health and Human Services
  • Associated Press
  • US Food and Drug Administration
  • Franceinfo

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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