Petit-Bourg – 01.08.2026: Eine Woche nach der schweren Explosion in der Destillerie Montebello in Petit-Bourg auf Guadeloupe ist die Ursache des Unglücks weiterhin nicht öffentlich geklärt. Bei der Explosion eines Kessels am Freitag, 24. Juli, kamen zwei Beschäftigte ums Leben. Mehrere weitere Menschen wurden verletzt. Die Behörden und Ermittler arbeiten weiter daran, den Ablauf des Industrieunfalls und mögliche Verantwortlichkeiten zu rekonstruieren.
Unmittelbar nach dem Unglück hatten die Dienste der Präfektur von Guadeloupe zunächst einen Toten sowie 17 Verletzte gemeldet, darunter vier Schwerverletzte. In den Folgetagen erlag ein weiterer verletzter Arbeiter seinen Verletzungen. Damit erhöhte sich die Zahl der Todesopfer auf zwei. Die Destillerie Montebello liegt in der Gemeinde Petit-Bourg auf Basse-Terre und produziert landwirtschaftlichen Rum aus Zuckerrohrsaft.
Die offizielle Kommunikation verweist auf die Explosion eines Kessels. Welche technische Ursache zu dem Ereignis geführt haben könnte, ist bislang nicht bekanntgegeben worden. Auch zu möglichen vorherigen Sicherheitsmaengeln, zum Zustand der Anlage und zu einzelnen Arbeitsabläufen liegen derzeit keine abschliessend bestätigten Ergebnisse vor. Diese Punkte dürfen erst nach Abschluss der fachlichen und gerichtlichen Untersuchungen bewertet werden.
Die Angehörigen der Opfer verlangen nach Berichten lokaler Medien eine umfassende Aufklärung. Dabei geht es insbesondere um die Frage, ob Risiken vor dem 24. Juli erkannt worden waren und ob Schutzvorgaben ausreichend umgesetzt wurden. Die Familien erwarten Klarheit über die Umstände, unter denen die beiden Arbeitnehmer ums Leben kamen. Öffentlich bestätigte Details zu den Ermittlungsschritten wurden bislang nur begrenzt mitgeteilt.
Die Destillerie ist ein Arbeitgeber mit langer Geschichte in der Zuckerrohr- und Rumwirtschaft Guadeloupes. Nach Unternehmensdaten im staatlichen Unternehmensverzeichnis beschäftigte die Gesellschaft Montebello zuletzt zwischen 20 und 49 Arbeitnehmer. Der Unfall betrifft damit einen Betrieb, dessen Produktion und Beschäftigung für Petit-Bourg von lokaler wirtschaftlicher Bedeutung sind. Der Standort bleibt nach dem Ereignis unter besonderer Beobachtung der zuständigen Stellen.
Im Mittelpunkt der weiteren Untersuchungen stehen die technischen Voraussetzungen der Explosion, die Sicherheitsorganisation im Betrieb sowie die Frage, ob einzelne Vorschriften verletzt wurden. Eine strafrechtliche Verantwortung ist damit nicht festgestellt. Die Ergebnisse von Sachverständigen und Justiz werden darüber entscheiden, ob aus dem Unglück rechtliche oder administrative Folgen entstehen. Fest steht bislang: Die Explosion vom 24. Juli forderte zwei Menschenleben und verletzte weitere Personen schwer.
Quellen
- Präfektur von Guadeloupe
- TF1 Info
- Le Courrier de Guadeloupe
- Annuaire des Entreprises
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).