Barcelona – 05.10.2026: Nach schweren Regenfällen in Katalonien sind in der Provinz Barcelona zwei Menschen ums Leben gekommen. Eine Person starb in Tordera, als auf einem Campingplatz eine Mauer einstürzte. Die zweite Leiche wurde in Montornès del Vallès gefunden. Regionalregierung und Rettungsdienste bestätigten die Todesfälle am Sonntag, 4. Oktober.
In Pineda de Mar suchten die Einsatzkräfte nach dem zuletzt veröffentlichten Stand weiter nach einer vermissten Person. Sie soll von einem reißenden Bach mitgerissen worden sein. Die Feuerwehr rückte in zahlreichen Gemeinden des Großraums Barcelona sowie in den Regionen Maresme und Vallès aus. Sie rettete Menschen aus Fahrzeugen, sicherte überflutete Gebäude und befreite Straßen von Schlamm und Geröll.
Besonders kritisch war zeitweise die Lage am Besòs. Der katalanische Zivilschutz warnte Menschen in Ufernähe vor Überschwemmungen und riet ihnen, Keller, Tiefgaragen und andere tiefliegende Bereiche zu meiden. Zugänge zum Flusspark wurden geschlossen. Erst als sich die Wasserstände in einzelnen Gebieten stabilisierten, lockerten die Behörden einen Teil der Einschränkungen.
Das Unwetter beeinträchtigte auch den Verkehr erheblich. Nah- und Regionalzüge in Katalonien fuhren zeitweise nur eingeschränkt oder gar nicht; auch im Hochgeschwindigkeitsverkehr kam es zu Störungen. Am Flughafen Barcelona-El Prat wurden Verspätungen gemeldet. Mehrere Straßen im Ballungsraum mussten wegen Überflutungen, Erdrutschen oder gefährlich hoher Wasserstände gesperrt werden. Damit waren sowohl Verbindungen innerhalb der Metropolregion als auch Strecken zu umliegenden Gemeinden betroffen.
Nach Angaben des öffentlich-rechtlichen Senders RTVE gingen beim Notruf 112 binnen einer Nacht mehr als 5.900 Anrufe ein. Die Feuerwehr der Generalitat registrierte bis Sonntagvormittag mehr als 1.400 Einsätze. Dabei ging es vor allem um Wasser in Wohnungen, Rettungen aus Fahrzeugen, Evakuierungen und eingestürzte Mauern. Auch einzelne Bereiche von Krankenhäusern waren von den Überflutungen betroffen.
Im Maresme wurden binnen weniger Stunden außergewöhnlich hohe Niederschlagsmengen gemessen. Medien berichteten örtlich von fast 300 Litern Regen pro Quadratmeter seit dem Vorabend. Der rasche Zufluss ließ Bäche und Flüsse anschwellen. In L'Hospitalet de Llobregat, Sant Adrià de Besòs und weiteren Gemeinden standen Straßen und Erdgeschosse unter Wasser.
Am Montag ging die akute Gefahr in Teilen der Provinz zurück. Die Arbeiten konzentrierten sich nun auf die Suche in Pineda de Mar, die Wiederherstellung der Verkehrsverbindungen und die Beseitigung der Schäden in den besonders betroffenen Gemeinden. Für die Rettungskräfte blieb die vermisste Person der dringlichste offene Einsatz.
Quellen
- Franceinfo
- RTVE Noticias
- El País
- Europa Press
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).