Politik & Gesellschaft

44 Verletzte nach Zugentgleisung bei Cléon

Ein Regionalzug zwischen Rouen und Caen ist am Freitagabend bei Cléon entgleist. 44 Menschen wurden verletzt, darunter eine 18-Jährige schwer. Die Ermittler prüfen, ob ein Schienenstück auf dem Gleis den Unfall verursachte.

Cléon – 12.09.2026: Ein Regionalzug zwischen Rouen und Caen ist am Freitagabend im Département Seine-Maritime entgleist. Nach dem zuletzt bestätigten Stand wurden 44 der 186 Reisenden verletzt. Eine 18 Jahre alte Passagierin kam mit einem Hubschrauber in die Universitätsklinik Rouen und wurde zunächst als schwer verletzt eingestuft. Todesopfer wurden nicht gemeldet.

Das Unglück ereignete sich gegen 19.30 Uhr nahe Cléon, zwischen Tourville-la-Rivière und Saint-Aubin-lès-Elbeuf. Der Zug war in Richtung Caen unterwegs, als mehrere Wagen aus den Schienen gerieten. Die Fahrt endete für die Passagiere mit einer Evakuierung an der Strecke. Rettungskräfte versorgten Verletzte und halfen den übrigen Reisenden aus dem Zug.

Wegen der hohen Zahl der Betroffenen lösten die Behörden einen Großeinsatz aus. Feuerwehr, medizinische Rettungsdienste und Sicherheitskräfte waren vor Ort; der Präfekt der Seine-Maritime aktivierte den Krisenstab. Die Verletzten wurden je nach Gesundheitszustand auf Krankenhäuser in der Region verteilt. Bei den meisten Betroffenen handelte es sich nach bisherigen Angaben um Leichtverletzte.

Die Staatsanwaltschaft Rouen leitete Ermittlungen zur Ursache der Entgleisung ein. Eine wichtige Spur führt zu einem Schienenstück, das auf dem Gleis gefunden wurde und nach Angaben der Ermittler mit dem Unfall zusammenhängen könnte. Geprüft wird deshalb auch, ob der Gegenstand absichtlich auf die Strecke gelegt worden war. Der Verdacht auf eine vorsätzliche Tat ist bislang jedoch nicht bewiesen.

Der Staatsanwalt von Rouen, Sébastien Gallois, und die nationale Polizei warnten vor voreiligen Schlüssen. Sachverständige müssen klären, wie das Schienenstück dorthin gelangte, ob es den Zug tatsächlich aus der Spur brachte und ob technische Faktoren zum Unfall beitrugen. Auch die Aussagen von Fahrgästen, Zugpersonal und möglichen Zeugen aus der Umgebung der Bahnstrecke können den Ermittlern Hinweise liefern.

Die französische Bahngesellschaft SNCF erklärte, die Ursache werde untersucht; die Ergebnisse sollten transparent mitgeteilt werden. Das Unternehmen sprach den Verletzten, ihren Angehörigen und den beteiligten Beschäftigten sein Mitgefühl aus. Die Strecke zwischen Rouen und Caen blieb nach der Entgleisung zunächst gesperrt. Auch Verbindungen zwischen Caen und Le Havre waren beeinträchtigt. Für Reisende wurde ein Ersatzverkehr eingerichtet.

Strafrechtlich wird bislang niemand beschuldigt. Die Staatsanwaltschaft muss nun anhand der Spuren am Unfallort, technischer Untersuchungen und der Zeugenaussagen feststellen, ob ein Defekt, ein anderer Unfallhergang oder ein vorsätzlicher Eingriff die Entgleisung bei Cléon verursachte.

Quellen

  • Franceinfo
  • Associated Press
  • Le Monde
  • SNCF

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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