Paris – 06.08.2026: Bei einem französisch-argentinischen Touristen ist nach einer Reise durch Frankreich das Andes-Hantavirus nachgewiesen worden. Nach Angaben des französischen Gesundheitsministeriums hielt sich der Mann in der zweiten Julihälfte in der Normandie und der Île-de-France auf. Der Fall wurde am Donnerstag, dem 6. August, bestätigt. Inzwischen befindet sich der Reisende gemeinsam mit seiner Familie in Spanien in Isolation.
Der Mann habe lediglich leichte Beschwerden entwickelt und sei inzwischen symptomfrei, teilte das Ministerium mit. Das Nationale Referenzzentrum für Hantaviren am Institut Pasteur bestätigte jedoch eine Infektion mit der Andes-Variante. Die Gesundheitsbehörden begannen daraufhin, die einzelnen Stationen der Reise zu rekonstruieren und mögliche Kontaktpersonen zu ermitteln. Wie viele Menschen davon betroffen sein könnten, war zunächst nicht bekannt.
Am Donnerstag beriet eine wissenschaftliche Expertengruppe gemeinsam mit der Generaldirektion Gesundheit und Santé publique France über das weitere Vorgehen. Geprüft wird insbesondere, welche medizinische Beobachtung für Menschen erforderlich ist, die während der Reise engen Kontakt zu dem Infizierten hatten. Für eine mögliche Übertragung sind Art, Dauer und Nähe des Kontakts von Bedeutung.
Hantaviren umfassen mehrere Virusvarianten. Sie werden überwiegend durch infizierte Nagetiere oder durch den Kontakt mit deren Ausscheidungen übertragen. Das Andes-Hantavirus kommt vor allem in Teilen Südamerikas vor. Bei dieser Variante sind unter bestimmten Bedingungen auch Übertragungen von Mensch zu Mensch dokumentiert. Deshalb konzentrieren sich die französischen Behörden auf die gezielte Nachverfolgung enger Kontakte und nicht auf allgemeine Maßnahmen für ganze Regionen.
Der Fall gilt als importiert. Eine allgemeine Warnung für die Bevölkerung der Normandie oder der Île-de-France wurde nicht ausgesprochen. Auch an den üblichen Vorsichtsempfehlungen ändere sich zunächst nichts. Die Untersuchung richtet sich vielmehr auf die konkrete Reiseroute des Mannes und auf Personen, mit denen er in der zweiten Julihälfte in engem Austausch stand.
Frankreich hatte bereits im Mai 2026 nach einem Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius besondere Vorkehrungen für mögliche Infektionen mit dem Andes-Hantavirus getroffen. Französische Reisende wurden damals medizinisch überwacht; die Maßnahmen waren mit dem Institut Pasteur, Santé publique France und weiteren epidemiologischen Fachstellen abgestimmt worden. Auf diese Verfahren können die Behörden nun zurückgreifen.
Nach Angaben des Ministeriums wurden die medizinische Betreuung des Patienten sowie die Rekonstruktion seiner Reise eingeleitet. Bis zum Abend des 6. August lagen keine weiteren Angaben zu Kontaktpersonen oder zusätzlichen regionalen Schutzmaßnahmen vor.
Quellen
- Franceinfo
- Französisches Gesundheitsministerium
- Santé publique France
- Institut Pasteur
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).