Die Protestwelle ist längst nicht auf Paris beschränkt. Ouest-France berichtete am Donnerstag über Aktionen in Cholet, der Sarthe und der Mayenne. In der Isère begleiteten regionale Reporter die Mobilisierung an mehreren Orten: In Grenoble, Échirolles, Voiron und La Tour-du-Pin trugen Jugendliche ihre Kritik an vollen Klassen, Lehrerausfällen, Hitze in Räumen, langen Stundenplänen und Sorgen um die Orientierung auf die Straße.
Gleichzeitig haben einzelne Vorfälle die Lage deutlich verschärft. Le Dauphiné Libéré meldete in Grenoble brennende Mülltonnen, Feuerwerkskörper und Barrikaden; im Tagesverlauf wurden dort mehrere Personen festgenommen. In kleineren Städten derselben Region verliefen Aktionen anders: Schüler versammelten sich auch ohne vollständige Blockaden und erklärten, sie wollten auf konkrete Mängel aufmerksam machen. Diese Unterschiede sind für die Debatte wesentlich: Die Ausschreitungen liefern der Regierung Argumente für ein hartes Eingreifen, während die regionalen Berichte zeigen, dass die sozialen und schulischen Forderungen weit über die Orte der Gewalt hinausreichen.