Die Energiekosten drohen zum Beginn der Heizperiode weiter zu steigen. Nach einer Schätzung des französischen Energieportals Hello Watt könnte der Gas-Referenzpreis zum 1. November im Mittel um 6,6 Prozent zulegen. Für Haushalte mit Gasheizung würde der Kilowattstundenpreis demnach stärker steigen als für Kundinnen und Kunden, die Gas nur zum Kochen oder für Warmwasser nutzen. Die offizielle Monatsgrille der Energieregulierungsbehörde Commission de régulation de l'énergie steht noch aus; der Referenzpreis ist zudem kein einheitlicher Tarif, sondern eine Orientierung für den Vergleich von Angeboten.
Die erwartete Erhöhung folgt auf einen Anstieg von 6,3 Prozent im Oktober. Für Verbraucherinnen und Verbraucher wird damit wichtiger, ob ihr Vertrag an den Referenzwert gekoppelt ist, welche Preisformel gilt und ob sich ein Wechsel lohnt. Fixpreise schützen nicht automatisch: Entscheidend bleiben Laufzeit, Kündigungsbedingungen und die Höhe des Grundpreises.
Auch im Supermarkt werden die Sparentscheidungen sichtbarer. Handelsmarken erreichen inzwischen nahezu die Hälfte der Einkäufe und gewinnen gegenüber nationalen Marken an Gewicht. Der Preisvorteil kann erheblich sein, doch Herkunft, Zutatenliste und Nährwert unterscheiden sich je nach Produkt und Händler. Die wachsende Nachfrage ist damit ein Zeichen dauerhafter Budgetvorsicht, keine Garantie für gleichwertige Qualität in jeder Warengruppe.