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Der Sparhaushalt setzt das französische Kino unter Druck

Während die Nationalversammlung über den Haushalt 2027 berät, warnen mehr als 170 Filmschaffende vor Einschnitten in der Filmfinanzierung. Die Debatte verbindet die Defizitfrage mit der Zukunft von France Télévisions, Canal+ und dem Centre national du cinéma.

AbendausgabeWelche Themen beschäftigen die französische Presse am 14. Oktober 2026 um 20:00 Uhr?

Der Haushaltsstreit erreicht Kultur und öffentliche Dienste, während die Justiz nach den Schüssen von Aubagne ein Terrorverfahren führt. In Orléans sichert die Übernahme von Duralex einen großen Teil der Arbeitsplätze.

Der Haushaltsentwurf 2027 wird in der Nationalversammlung zunächst auf der Einnahmenseite beraten. Die Regierung will das öffentliche Defizit senken und verbindet dies mit Steuererhöhungen sowie Ausgabendisziplin bei Staat, Kommunen, Gesundheitswesen und öffentlichen Einrichtungen. In der zersplitterten Kammer ist der politische Ausgang offen; mehrere Oppositionsgruppen bestreiten den Kurs grundsätzlich.

Die Kulturbranche macht nun sichtbar, welche Folgen einzelne Budgetentscheidungen für ihre Finanzierungsmodelle hätten. Mehr als 170 Regisseurinnen und Regisseure, darunter Jacques Audiard, Justine Triet und Michel Hazanavicius, wenden sich gegen eine mögliche Verdoppelung der Mehrwertsteuer für Canal+ und gegen weitere Kürzungen bei France Télévisions.

Hinzu kommt die Sorge, dass Mittel des Centre national du cinéma unmittelbar für den Staatshaushalt herangezogen werden könnten. Die Unterzeichner befürchten weniger Aufträge, geringere Investitionen der Sender und damit eine Lücke bei Produktion und Verleih. Der Kulturkonflikt wird damit zu einem konkreten Teil der parlamentarischen Auseinandersetzung über den Sparkurs.

Grundlage des Briefings

Die zugrunde liegenden Medienquellen