Nach dem mediterranen Unwetter vom Dienstag ziehen die Behörden im Südosten eine schwere Bilanz: In den Bouches-du-Rhône starb ein Mann, nachdem ihn die Wassermassen erfasst hatten; in Ghisonaccia auf Korsika wurde ein zuvor Vermisster in der Nacht tot gefunden. Auf Korsika hatten heftige Regenfälle Straßen und Gelände überflutet, sein Geländewagen war nach regionalen Berichten von einem angeschwollenen Wasserlauf mitgerissen worden.
In der Provence konzentriert sich die Arbeit nun auf überflutete Häuser, beschädigte Straßen und die Versorgung betroffener Einwohner. Die Einsatzkräfte verzeichneten mehr als tausend Einsätze. Besonders im Westen des Départements Bouches-du-Rhône waren Verkehrsachsen zeitweise blockiert, Gemeinden richteten Anlaufstellen ein und organisierten Hilfe für Menschen, die ihre Wohnungen verlassen mussten.
Die akute Starkregenlage hat sich zwar abgeschwächt, doch die Wetterlage bleibt regional angespannt. Nach Angaben von Météo-France gelten am Mittwoch in 25 Départements gelbe Warnungen, unter anderem wegen Wind, Gewittern und Hochwasser. Betroffen sind neben Teilen des Südostens auch die Atlantik- und Ärmelkanalküste sowie beide korsischen Départements.