Politik & Gesellschaft

Delphine-Aussaguel-Affäre: Ihr Partner zweifelt an Jubillars Geständnis

Der frühere Partner von Delphine Aussaguel hat die jüngsten Aussagen von Cédric Jubillar scharf kritisiert. Er bezweifelt, dass dessen Angaben zur Beseitigung des Leichnams von einem ernsthaften Aufklärungswillen getragen sind.

Cagnac-les-Mines – 24.07.2026: Der frühere Partner von Delphine Aussaguel hat die jüngsten Einlassungen von Cédric Jubillar als wenig glaubwürdig kritisiert. Donat-Jean sagte der Zeitung Le Parisien am Donnerstag, die Angaben des Verurteilten wirkten auf ihn unehrlich und verstörend. Seine Reaktion folgt auf neue öffentliche Debatten über Jubillars spätes Eingeständnis im Fall seiner seit Dezember 2020 verschwundenen Ehefrau.

Nach den von Franceinfo wiedergegebenen Aussagen hält Donat-Jean insbesondere die Schilderung zur mutmaßlichen Beseitigung des Leichnams für problematisch. Cédric Jubillar soll demnach erklärt haben, den Körper seiner Frau in einem stark zersetzenden Umfeld vergraben zu wollen, etwa in Kompost oder Mist. Donat-Jean sieht darin keinen überzeugenden Beitrag zur Wahrheitsfindung, sondern einen Versuch, das Geschehen weiter zu kontrollieren.

Die Äußerungen betreffen einen Fall, der Frankreich seit mehr als fünf Jahren beschäftigt. Delphine Aussaguel, die unter dem Namen Delphine Jubillar bekannt war, verschwand in der Nacht vom 15. auf den 16. Dezember 2020 aus dem gemeinsamen Haus in Cagnac-les-Mines im Département Tarn. Ihr Leichnam war lange nicht gefunden worden; die Ermittlungen stützten sich daher vor allem auf Indizien, Aussagen und technische Auswertungen.

Cédric Jubillar wurde im Oktober 2025 vor dem Schwurgericht des Tarn wegen Mordes an seiner Ehefrau zu 30 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Nach Medienberichten räumte er im Juli 2026 erstmals ein, für ihren Tod verantwortlich zu sein, und signalisierte eine Zusammenarbeit mit den Ermittlungsbehörden. Das Berufungsverfahren ist nach den derzeit bekannten Angaben für den 21. September 2026 vor dem Schwurgericht in Toulouse angesetzt.

Die neuen Aussagen haben erneut Ermittlungsmaßnahmen ausgelöst. In den vergangenen Tagen wurden im Tarn Suchaktionen durchgeführt, nachdem Hinweise auf einen möglichen Ablageort bekannt geworden waren. Der Zugang zu einem betroffenen Gelände wurde nach Berichten französischer Medien kommunal eingeschränkt. Die zuständigen Justizbehörden haben die öffentliche Bewertung einzelner Ermittlungsergebnisse bislang nicht umfassend erläutert.

Für Angehörige und das Umfeld von Delphine Aussaguel bleibt entscheidend, ob die jüngsten Angaben überprüfbare Informationen liefern. Donat-Jean betonte nach dem Bericht, dass Aussagen über einen möglichen Umgang mit dem Leichnam nicht mit einer tatsächlichen Aufklärung gleichgesetzt werden dürften. Die Ermittler müssen daher prüfen, ob daraus belastbare Ortsangaben, Spuren oder weitere Beweismittel hervorgehen.

Der Fall verbindet weiterhin strafrechtliche, forensische und familiäre Fragen. Das rechtskräftige Urteil erster Instanz und die angekündigte Berufung bleiben voneinander zu unterscheiden. Ob Jubillars jüngste Einlassungen den weiteren Ablauf des Verfahrens oder die Suche nach zusätzlichen Beweisen verändern, hängt von der unabhängigen Überprüfung durch Justiz und Ermittlungsbehörden ab.

Quellen

  • Franceinfo
  • Le Parisien

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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