Umwelt

Dürre in Europa: Niedrigwasser belastet Energie, Schifffahrt und Landwirtschaft

Wegen des niedrigen Donaupegels wird im rumänischen Kernkraftwerk Cernavodă ein zweiter Reaktor kontrolliert abgeschaltet. Auch andernorts gefährdet die anhaltende Trockenheit Stromerzeugung, Güterverkehr und Ernten.

Bukarest – 14.08.2026: Rumänien hat am Donnerstag, 13. August, die kontrollierte Abschaltung eines zweiten Reaktors im Kernkraftwerk Cernavodă eingeleitet. Grund sind die außergewöhnlich niedrigen Wasserstände der Donau nach anhaltender Trockenheit und hohen Temperaturen. Das Flusswasser wird für den Betrieb und die Kühlung der Anlage benötigt. Bereits Ende Juli hatte die rumänische Regierung für August eine Alarmstufe im Energiesektor ausgerufen.

Die Entwicklung betrifft weitere Staaten Mittel- und Osteuropas. In Ungarn bereiten die Behörden Maßnahmen vor, um den Wasserstand nahe dem Kernkraftwerk Paks zu stabilisieren. Dazu gehören Arbeiten mit abgesenkten Lastkähnen und einer Schwelle im Flussbett. Die Vorkehrungen sollen verhindern, dass auch die einzige ungarische Kernenergieanlage ihren Betrieb wegen Wassermangels unterbrechen muss.

Niedrige Pegel beeinträchtigen zugleich die Binnenschifffahrt. Frachtschiffe können weniger Ladung aufnehmen, weil sie sonst zu tief im Wasser liegen; manche Flussabschnitte lassen sich nur eingeschränkt passieren. Davon betroffen sind Transporte von Treibstoffen, Rohstoffen, Getreide und Industriegütern. Donau und Rhein verbinden zahlreiche EU-Staaten mit bedeutenden Produktionsstandorten, Häfen und Absatzmärkten. Störungen auf diesen Wasserstraßen reichen deshalb weit über die unmittelbar betroffenen Regionen hinaus.

Am Rhein setzt das Niedrigwasser den Güterverkehr in Deutschland und den angrenzenden Wirtschaftsräumen unter Druck. Für Chemieunternehmen, Raffinerien und andere Industriebetriebe drohen höhere Logistikkosten und verspätete Lieferungen. Unternehmen müssen Frachten auf zusätzliche Schiffe verteilen, Transporte auf Bahn und Straße verlagern oder ihre Lagerbestände anpassen. Diese Ausweichmöglichkeiten sind jedoch teurer und stehen nicht überall kurzfristig zur Verfügung.

Auch die Landwirtschaft leidet unter trockenen Böden und knapper werdendem Bewässerungswasser. Während der Sommerhitze steigt der Bedarf vieler Kulturen, zugleich führen Flüsse und Speicher weniger Wasser. Gefährdet sind vor allem Erträge in Regionen, in denen Pflanzen während entscheidender Wachstumsphasen bewässert werden müssen oder Behörden die Wasserentnahme bereits begrenzt haben.

In Frankreich ist die hydrologische Lage seit dem Frühsommer ebenfalls angespannt. Das Ministerium für den ökologischen Wandel meldete am 13. Juli Wasserbeschränkungen in 97 Départements, davon 41 auf der höchsten Stufe. Reserven des Energiekonzerns EDF und der französischen Wasserstraßenverwaltung würden früher als üblich eingesetzt, um die Abflüsse über den Sommer zu stützen.

Die gleichzeitigen Belastungen für Kraftwerke, Transporte und Landwirtschaft verschärfen die Konkurrenz um das verfügbare Wasser. In Cernavodă erfolgt die Abschaltung nach Angaben der vorliegenden Berichte kontrolliert und unter Aufsicht der Betreiber und staatlichen Stellen.

Quellen

  • Franceinfo
  • Associated Press
  • Ministerium für den ökologischen Wandel Frankreichs

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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