Kultur

Éric Serra blickt auf vier Jahrzehnte Filmmusik zurück

Éric Serra spricht bei Franceinfo über seine Arbeit für Luc Besson, die Musik zu "Arthur und die Minimoys" und sein Glück als Künstler. Im November beginnt seine Frankreich-Tournee "Éric Serra Live".

Paris – 21.08.2026: Éric Serra, der prägende Klanggestalter zahlreicher französischer Filme, hat bei Franceinfo mit Dankbarkeit auf seine Laufbahn zurückgeblickt. Es sei geradezu wundersam, ein Leben wie das seine gehabt zu haben, sagte der Musiker in der fünften Folge der Wochenreihe "Le Monde d'Élodie". Das Gespräch begleitet sein im Januar erschienenes Album "Space Projekt U.M.O." und die für November angekündigte Tournee.

Die aktuelle Sendung widmet sich "Arthur und die Minimoys", Luc Bessons Familienfilm von 2006. Serra gehört seit "Der letzte Kampf" aus dem Jahr 1983 zu den beständigsten künstlerischen Weggefährten des Regisseurs. Aus ihrer Zusammenarbeit gingen Klangwelten hervor, die Pop, Elektronik, markante Basslinien und orchestrale Gesten mit großer Selbstverständlichkeit verbinden.

Für "Arthur und die Minimoys" musste Serra eine eigene musikalische Sprache für eine Geschichte zwischen Kinderzimmer, Abenteuerroman und digital animiertem Fantasiereich finden. Die Komposition trägt das Staunen, ohne es in Sentimentalität zu ertränken. Sie verleiht den Minimoys Beweglichkeit und Witz, während in der menschlichen Welt eine leise Melancholie mitschwingt. So wahrt die Musik den Wechsel zwischen kindlicher Perspektive und großem Kino.

Serra ist als Komponist häufig dort besonders stark, wo die Bilder bereits mit beträchtlicher Wucht auftreten. Für "Subway", "Im Rausch der Tiefe", "Nikita", "Léon – Der Profi" und "Das fünfte Element" schrieb er keine bloßen Begleitungen, sondern eigenständige musikalische Figuren. Sein Bassspiel, sein Gesang und seine Vorliebe für synthetische Texturen gaben Bessons Filmen vor allem in den achtziger und neunziger Jahren einen unverwechselbaren Ton.

Mit "Space Projekt U.M.O." verschiebt Serra diese filmische Vorstellungskraft in den Weltraum. Das 14 Titel umfassende Album entwirft eine imaginäre Reise an Bord der Internationalen Raumstation ISS. Zwischen elektronischem Pop und atmosphärischen Passagen kreist die Musik um Ferne, Schwerelosigkeit und die sehr irdische Frage, was Heimat bedeutet.

Im Herbst bringt Serra diese Werkphasen auf die Bühne. Die Tournee "Éric Serra Live" beginnt am 13. November 2026 im Zénith von Rouen und führt anschließend durch 17 weitere Städte. Das Finale ist für den 6. Dezember 2026 in der Accor Arena in Paris angekündigt. Das Programm soll 45 Jahre künstlerischer Arbeit umfassen; Serra tritt dabei als Bassist, Sänger und musikalischer Leiter auf.

Der Rückblick auf "Arthur und die Minimoys" fügt sich in dieses Panorama ein. Der Film steht für Serras Fähigkeit, großen Bildern eine unverwechselbare musikalische Bewegung zu geben, ohne ihnen ihre Leichtigkeit zu nehmen. Sein Satz vom wundersamen Leben bezeichnet damit auch eine ungewöhnlich beständige Zusammenarbeit: Seit 1983 hat er zahlreiche Filme Luc Bessons musikalisch geprägt.

Quellen

  • Franceinfo – Le Monde d'Élodie
  • Éric Serra Live
  • Apple Music
  • Toulouse Métropole

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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