Kultur

Festival Lumière in Lyon ehrt die Coen-Brüder

Die 18. Ausgabe des Festival Lumière hat in Lyon begonnen. Joel und Ethan Coen erhalten am 16. Oktober den Prix Lumière für ihr gemeinsames Lebenswerk.

Lyon – 11.10.2026: Das Festival Lumière hat am Samstagabend in Lyon seine 18. Ausgabe eröffnet. Bis zum 18. Oktober verwandelt es die Stadt in ein weitläufiges Kino der Erinnerung. Gewürdigt wird in diesem Jahr das gemeinsame Werk von Joel und Ethan Coen, deren Filme seit vier Jahrzehnten schwarzen Humor, Film noir, Western und bittere Komödie verbinden.

Der Prix Lumière wird den amerikanischen Regisseuren am Freitag, dem 16. Oktober, im Kongresszentrum von Lyon verliehen. Die Auszeichnung gilt einem filmischen Gesamtwerk und gehört zu den renommierten europäischen Ehrungen für Künstlerinnen und Künstler, deren Einfluss über einzelne Erfolge hinausreicht. Im Vorjahr ging der Preis an Michael Mann; zu den früheren Ausgezeichneten zählen Isabelle Huppert, Wim Wenders und Jane Campion.

Die Coen-Brüder werden am selben Nachmittag im Théâtre des Célestins zu einem Gespräch mit dem Publikum erwartet. Am Samstag, dem 17. Oktober, folgt in der Halle Tony Garnier eine lange Filmnacht. Zum Abschluss des Festivals steht dort am Sonntag, dem 18. Oktober, eine Vorführung von "The Big Lebowski" auf dem Programm. Die verschrobene Komödie aus dem Jahr 1998 hat längst den Rang eines Kultfilms erreicht.

Bereits am Sonntag richtet sich eine Chaplin-Vorführung mit Live-Musik am Vormittag an Familien. Am Nachmittag wird Zhang Ziyi zu Ang Lees "Tiger and Dragon" erwartet. Die Schauspielerin wurde durch den Wuxia-Film international bekannt. Das chinesische Genre verbindet kämpfende Helden mit poetisch überhöhten Bewegungen und eröffnete Anfang der 2000er-Jahre einem breiten westlichen Publikum einen neuen Zugang zum asiatischen Kino.

Das 2009 gegründete Festival versteht sich als Fest des klassischen und restaurierten Films, nicht als reine Nostalgieveranstaltung. Wiederentdeckte Kopien, Retrospektiven und Werke der Filmgeschichte kehren auf die große Leinwand zurück. Insgesamt sind 450 Filme an 40 Spielstätten in Lyon und der umliegenden Metropole angekündigt.

Der Ort ist mit Bedacht gewählt. Lyon gilt als Geburtsstadt des Kinematographen, weil Auguste und Louis Lumière hier Ende des 19. Jahrhunderts frühe Filmaufnahmen entwickelten und vorführten. Das Festival führt diese Geschichte mit Restaurierungen, prominenten Gästen und öffentlichen Vorführungen fort.

Zum weiteren Programm gehören Abende mit Agnès Jaoui, ein Filmkonzert zu Fritz Langs "Metropolis" mit dem Orchestre national de Lyon und zahlreiche Vorstellungen in den Partnerkinos der Region. Durch diese Verteilung bleibt die Filmgeschichte nicht auf einen Festsaal beschränkt: Neun Tage lang wird sie in der gesamten Metropole auf der Leinwand zugänglich.

Quellen

  • Franceinfo
  • Festival Lumière
  • Stadt Lyon

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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