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Fifa plant kommerzielle Tochter mit externen Investoren

Der Weltfußballverband will Vermarktungsrechte und Turniergeschäfte in einer neuen Gesellschaft bündeln. Private Investoren könnten Minderheitsanteile für bis zu 4,2 Milliarden Dollar erwerben, die Kontrolle soll jedoch bei der Fifa bleiben.

Zürich – 29.07.2026: Der Weltfußballverband Fifa plant eine kommerzielle Tochtergesellschaft, in der er wesentliche Teile seiner Vermarktungs- und Veranstaltungsaktivitäten bündeln will. Die FIFA Forward Enterprise soll externen Kapitalgebern offenstehen und nach Angaben des Verbandes bis zu 4,2 Milliarden US-Dollar einwerben. Angeboten werden sollen ausschließlich Minderheitsanteile, die keinen beherrschenden Einfluss gewähren.

Den anfänglichen Eigenkapitalwert der neuen Einheit veranschlagt die Fifa auf 20 Milliarden Dollar. Zusammengeführt werden sollen unter anderem Medienrechte, Sponsoring, Ticketverkauf, Lizenzgeschäfte und die operative Organisation von Turnieren. Dazu gehören den vorliegenden Berichten zufolge vor allem die Weltmeisterschaften der Männer und Frauen sowie die Klub-Weltmeisterschaft. Die sportliche Hoheit, regulatorische Entscheidungen und die Zuständigkeit für den internationalen Spielkalender sollen beim Verband verbleiben.

Fifa-Präsident Gianni Infantino begründet das Vorhaben mit dem Ziel, mehr Geld für die Fußballförderung bereitzustellen. Vorbehaltlich der Zustimmung der 211 Mitgliedsverbände stellt der Weltverband für den Zyklus 2027 bis 2030 bis zu 20 Millionen Dollar je Verband in Aussicht. Bisher waren dafür acht Millionen Dollar vorgesehen. In den folgenden Vierjahresperioden könnten die Zahlungen schrittweise auf 22 beziehungsweise 24 Millionen Dollar steigen.

Nach Darstellung der Fifa sollen sämtliche Nettoerträge der Tochtergesellschaft wieder in den Weltfußball fließen. Das Projekt benötigt allerdings noch die erforderlichen Beschlüsse des Fifa-Rates und der Mitgliedsverbände. Bislang ist weder bekannt, zu welchen Konditionen die Anteile verkauft werden sollen, noch welche Mitspracherechte mögliche Investoren erhalten. Auch die Bewertung der Gesellschaft muss sich im weiteren Verfahren bewähren.

Als möglicher Anführer einer Investorengruppe wird die Beteiligungsgesellschaft Thrive Eternal genannt. Die Bank J.P. Morgan berät die Fifa bei der Strukturierung des Vorhabens. Berichte über eine spätere operative Rolle Infantinos in der Gesellschaft gehen auf die britische Zeitung The Times zurück. Die offizielle Mitteilung des Verbandes bestätigt eine solche Führungsfunktion nicht.

Bei der europäischen Fußballunion UEFA stieß der Plan unmittelbar auf Widerstand. Sie kritisierte die mögliche Veräußerung wirtschaftlicher Interessen an den Weltmeisterschaften und verlangte Transparenz über die finanziellen Begünstigten. Der Einwand berührt die Struktur des Weltverbandes: Die Fifa gehört mittelbar ihren nationalen Mitgliedsverbänden, während private Kapitalgeber künftig an der Wertentwicklung ihrer wichtigsten Wettbewerbsrechte beteiligt wären.

Für die Mitgliedsverbände verbindet das Modell höhere Entwicklungszahlungen mit einer weitreichenden institutionellen Entscheidung. Sie müssten einer Konstruktion zustimmen, die privates Kapital dauerhaft in das Geschäft mit den zentralen Fifa-Turnieren einbindet, ohne den Investoren formal die Kontrolle über den Weltverband zu übertragen.

Quellen

  • FIFA, Mitteilung zu FIFA Forward Enterprise, 28. Juli 2026
  • Associated Press, Bericht zur Reaktion der UEFA, 28. Juli 2026
  • El País, Bericht zu Investoren und J.P. Morgan, 28. Juli 2026
  • Franceinfo, Ticker-Meldung, 29. Juli 2026

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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