Wirtschaft

Frankreichs Wirtschaft wächst im zweiten Quartal um 0,2 Prozent

Nach einem schwachen Jahresauftakt ist Frankreichs Wirtschaft im zweiten Quartal 2026 wieder gewachsen. Der Zuwachs bleibt mit 0,2 Prozent jedoch hinter der Prognose des Insee zurück.

Paris – 30.07.2026: Frankreichs Wirtschaftsleistung ist im zweiten Quartal 2026 gegenüber den ersten drei Monaten des Jahres um 0,2 Prozent gestiegen. Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten ersten Schätzung hervor. Nach dem schwachen Jahresauftakt kehrt die zweitgrößte Volkswirtschaft der Europäischen Union damit zu positivem Wachstum zurück. Der Zuwachs fällt allerdings geringer aus als vom nationalen Statistikamt Insee erwartet, das im Juni noch mit 0,3 Prozent gerechnet hatte.

Die Abweichung beträgt lediglich 0,1 Prozentpunkte, ist für die Beurteilung der Konjunktur aber relevant. Die erste Schätzung des Bruttoinlandsprodukts beruht auf vorläufigen Daten und kann bei späteren Veröffentlichungen revidiert werden. Sie bildet die preisbereinigte Entwicklung der in Frankreich produzierten Waren und Dienstleistungen zwischen April und Juni im Vergleich zum Vorquartal ab.

Im ersten Quartal 2026 war die Wirtschaftsleistung nach einer späteren Revision um 0,1 Prozent gesunken. Der nun gemeldete Anstieg gleicht diesen Rückgang rechnerisch mehr als aus, signalisiert jedoch keine kräftige Erholung. Die französische Konjunktur bewegt sich weiterhin auf niedrigem Niveau. Höhere Energiekosten, eine verhaltene Investitionstätigkeit und die Unsicherheit über die weitere wirtschaftliche Entwicklung belasten Unternehmen und Haushalte.

Die Banque de France hatte Anfang Juli für das zweite Quartal ebenfalls einen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts von rund 0,2 Prozent erwartet. Ihre Einschätzung stützte sich auf Unternehmensbefragungen, Produktionsindikatoren und weitere kurzfristig verfügbare Daten. Die Zentralbank beobachtete eine Belebung in der verarbeitenden Industrie, bei marktnahen Dienstleistungen und in der Energiebranche. Für das Baugewerbe rechnete sie hingegen mit einem erneuten Rückgang.

Das Insee hatte seine etwas höhere Prognose im Juni unter anderem mit einem erwarteten positiven Beitrag des Außenhandels begründet. Aus der ersten Schätzung geht noch nicht vollständig hervor, welche Nachfragekomponenten das Wachstum getragen haben. Aufschluss darüber sollen die ausführlicheren Quartalskonten geben. Sie schlüsseln die Entwicklung nach privatem Konsum, Investitionen, Exporten, Importen und Lagerbeständen auf.

Auch für das Gesamtjahr bleibt der wirtschaftliche Spielraum begrenzt. Die Banque de France erwartet in ihrem Basisszenario für 2026 ein reales Wachstum von 0,5 Prozent. Im Juni hatte sie diese Prognose wegen höherer Energiepreise und der schwachen Entwicklung zu Jahresbeginn deutlich gesenkt. Der Zuwachs im zweiten Quartal stabilisiert damit zwar die wirtschaftliche Entwicklung, reicht aber noch nicht für einen breiten Aufschwung. Maßgeblich bleibt vorerst der Befund eines Wachstums nahe der Stagnation.

Quellen

  • Insee
  • Banque de France
  • Franceinfo

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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