Umwelt

Hunderte Arbeiter nach Sturzfluten in Nepals Kraftwerkstunneln vermisst

Nach den verheerenden Sturzfluten im Norden Nepals suchen Rettungskräfte in verschütteten Tunneln von Wasserkraftanlagen nach Hunderten Beschäftigten. Schlamm, Geröll und zerstörte Zufahrten erschweren die Arbeiten.

Rasuwa – 31.08.2026: Nach den schweren Sturzfluten an der Grenze zwischen Nepal und China suchen Einsatzkräfte weiter nach Hunderten Beschäftigten von Wasserkraftprojekten. Nach Angaben des nepalesischen Verbands unabhängiger Stromerzeuger gelten mindestens 900 Arbeiter an zwölf beschädigten Anlagen in den Bezirken Rasuwa und Nuwakot als vermisst. Viele von ihnen könnten sich in unterirdischen Tunneln befinden, deren Zugänge von Schlamm und Geröll versperrt sind.

Besonders betroffen ist das Projekt Upper Trishuli-1 im Bezirk Rasuwa. Dort wurden laut Behörden mindestens 576 Menschen als vermisst gemeldet; rund 300 von ihnen könnten in einem Tunnel eingeschlossen sein. Die Rettungsteams müssen sich durch stark verdichtete Schlammmassen arbeiten. Die nepalesische Armee teilte mit, aus drei verschütteten Tunneln seien bislang vier Leichen geborgen worden.

Die Flut hatte am 26. August mehrere Täler entlang des Bhote Koshi und des Trishuli getroffen. Wasser, Eis, Felsen und Erdreich zerstörten Straßen, Häuser und Anlagen zur Stromerzeugung. Auch Gebiete auf der chinesischen Seite der Grenze wurden erfasst. Nach den am Montag veröffentlichten Angaben der Nachrichtenagentur Associated Press wurden in Nepal und China zusammen mehr als 950 Todesopfer und mehr als 4.400 Vermisste registriert.

Die Suche konzentriert sich auf Baustellen und Kraftwerksanlagen entlang der Flüsse. Nepalesische Einheiten werden von Fachleuten aus Indien und China unterstützt. An einigen Tunneln versuchen die Teams, durch Bohrungen neue Zugänge zu schaffen. Bevor Menschen in die verschütteten Bereiche vordringen können, sollen darüber Luft zugeführt und Kameras hinabgelassen werden. Die Arbeiten kommen wegen der instabilen Schutt- und Schlammmassen nur langsam voran.

An der Anlage Rasuwagadhi fand ein von der Armee geführtes Team am Montag nach Berichten nepalesischer Medien zunächst weder Überlebende noch Leichen. Für 93 Beschäftigte dieses Projekts lag weiterhin kein gesicherter Aufenthaltsort vor. Die Zahlen können sich verändern, weil Behörden, Betreiber und Rettungskräfte ihre Listen fortlaufend abgleichen. Manche Baustellen sind noch immer schwer erreichbar, zugleich stammen die dort eingesetzten Arbeiter aus mehreren Ländern.

Die Überschwemmungen haben auch die Stromversorgung Nepals empfindlich getroffen. Nach Angaben von Associated Press fiel etwa ein Zehntel der landesweiten Erzeugungskapazität aus; mehr als 20.000 Menschen waren zeitweise ohne Elektrizität. An beschädigten Anlagen haben erste Aufräumarbeiten begonnen. In Rasuwa und Nuwakot richten die Einsatzkräfte ihre verfügbaren Mittel jedoch weiterhin auf die Suche in den verschütteten Tunneln.

Quellen

  • Franceinfo
  • Associated Press
  • The Kathmandu Post
  • OnlineKhabar

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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