Politik & Gesellschaft

Macron verknüpft Energiesicherheit mit Schutz vor Russland

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron warnt vor russischen Angriffen auf kritische Infrastruktur und vor den wirtschaftlichen Folgen der Konflikte im Nahen Osten. Zugleich dämpft er Erwartungen an staatliche Hilfen gegen hohe Kraftstoffpreise.

Paris – 24.09.2026: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat den Schutz kritischer Infrastruktur, die Sicherung der Energieversorgung und die Belastung der Haushalte durch steigende Kraftstoffpreise als eng verbundene Aufgaben beschrieben. In einem am Donnerstag ausgestrahlten Fernsehinterview mit Caroline Roux und Gilles Bouleau sprach er über die Folgen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und der Konflikte im Nahen Osten für Frankreich.

Bereits am 18. September hatte Macron im Élysée vor einer wachsenden russischen Bedrohung für Frankreich und Europa gewarnt. Die Regierung solle einen Plan zum Schutz kritischer Infrastruktur ausarbeiten. Im Blick stehen besonders empfindliche Standorte der Verteidigungsindustrie sowie Gefahren durch Drohnen- und Cyberangriffe. Die Unterstützung der Ukraine bleibt für Paris Teil einer umfassenderen europäischen Sicherheitsstrategie.

Die Vorsorge gegen militärische und hybride Angriffe verbindet die Regierung mit der Sorge um die wirtschaftlichen Folgen internationaler Krisen. Störungen wichtiger Energie- und Handelswege im Nahen Osten haben die Unsicherheit an den Rohstoffmärkten verschärft. Hohe Preise für Benzin und Diesel treffen Pendler und Haushalte, die nur begrenzt auf andere Verkehrsmittel ausweichen können. Forderungen nach einem Preisstopp oder einer Senkung der Kraftstoffsteuern stehen deshalb erneut zur Debatte.

Macron verwies allerdings auf den engen finanziellen Spielraum des Staates. Entlastungen müssten gegen ihre Kosten für den Haushalt abgewogen werden. Frankreich steht damit vor einem doppelten Problem: Die Regierung soll Verbraucher vor starken Preissprüngen schützen und zugleich zusätzliche Ausgaben für Verteidigung, Infrastruktur und Versorgungssicherheit finanzieren.

Nach Angaben des Élysée wurden Vereinbarungen mit mehreren Golfstaaten beschleunigt. Sie sollen dazu beitragen, Frankreich ausreichend mit Gas, Diesel und Kerosin zu versorgen. Solche Absprachen können Lieferausfälle abfedern, beseitigen jedoch weder die Abhängigkeit von internationalen Märkten noch das Risiko weiterer Preissteigerungen.

Außenpolitisch setzt Paris zudem auf eine Absicherung der Schifffahrtswege. Nach Gesprächen in New York erklärte Macron, Frankreich wolle mit den Vereinigten Staaten und weiteren Partnern an einer Resolution des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen zur freien Schifffahrt in der Straße von Hormus arbeiten. Durch die Meerenge wird ein bedeutender Teil des weltweit gehandelten Erdöls transportiert. Eine Behinderung der Route könnte Lieferketten stören und Energiepreise weiter erhöhen.

Frankreich prüft darüber hinaus einen defensiven Beitrag zum Schutz saudischer Energieanlagen und der Ost-West-Pipeline. Macrons Linie verbindet damit militärische Vorsorge, Diplomatie und Energiepolitik. Für Verbraucher bleibt vorerst vor allem die Warnung des Präsidenten: Der Staat kann die Versorgung absichern und einzelne Belastungen abfedern, die Kosten internationaler Krisen aber nicht vollständig vom französischen Alltag fernhalten.

Quellen

  • Franceinfo
  • Élysée
  • Associated Press
  • Le Monde

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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