Politik & Gesellschaft

Matthieu Pigasse schließt Kandidatur für 2027 nicht aus

Der Investmentbanker Matthieu Pigasse hält sich eine Kandidatur bei der französischen Präsidentschaftswahl 2027 offen. Noch fehlen ihm jedoch ein Parteiapparat, ein Mandat und ein politisches Auswahlverfahren.

Paris – 22.09.2026: Der Investmentbanker und Medienunternehmer Matthieu Pigasse hat eine Kandidatur bei der französischen Präsidentschaftswahl 2027 erneut nicht ausgeschlossen. Bei France Inter sagte der 58-Jährige am Dienstag, er verzichte nicht auf die politische Auseinandersetzung und verschließe keine Möglichkeit. Eine formelle Bewerbung kündigte er allerdings nicht an.

Pigasse bemüht sich seit Monaten darum, als möglicher Akteur einer Neuaufstellung der französischen Linken wahrgenommen zu werden. Dabei wirbt er für eine möglichst gemeinsame Kandidatur, die bei der Präsidentschaftswahl gegen den Rassemblement National bestehen könne. Er trat bei politischen Sommerveranstaltungen auf und äußerte sich wiederholt zu wirtschafts- und sozialpolitischen Fragen. Seine Positionen verortet er links der politischen Mitte, ohne sich bislang dauerhaft an eine Partei zu binden.

Der frühere hohe Beamte und heutige Banker verfügt weder über ein eigenes Parteigerüst noch über ein gewähltes Mandat. Sein politischer Einfluss beruht vor allem auf Kontakten in die sozialistische Linke und auf seiner Rolle als Medieninvestor. Pigasse leitet das Pariser Büro der Investmentbank Centerview Partners. Zudem ist er unter anderem an Radio Nova und dem Kulturmagazin Les Inrockuptibles beteiligt. Diese Doppelrolle als Finanzier und politisch ambitionierter Medienunternehmer dürfte im Fall einer Kandidatur besonders aufmerksam diskutiert werden.

Seine jüngsten Äußerungen fallen in eine Phase, in der Teile der gemäßigten Linken über das Verfahren zur Auswahl eines gemeinsamen Bewerbers beraten. Mitte September berichtete Le Monde, Pigasse werde voraussichtlich nicht an einer von Sozialisten und Verbündeten geplanten Vorwahl teilnehmen. Nach Darstellung der Zeitung stieß seine mögliche Beteiligung unter anderem im Umfeld des Europaabgeordneten Raphaël Glucksmann auf Widerstand. Damit wäre Pigasse vorerst von jenem Verfahren ausgeschlossen, das ihm politische Legitimation verschaffen könnte.

Ganz zurückgezogen hat er sich deshalb nicht. Bereits im Frühjahr hatte Pigasse gegenüber Le Monde erklärt, er stehe der Linken zur Verfügung, falls er einen Beitrag leisten könne. Die Äußerung bei France Inter knüpft daran an: Sie hält eine Kandidatur offen, ohne deren organisatorische Voraussetzungen zu benennen. Ungeklärt ist insbesondere, auf welche Partei, Bewegung oder Unterstützerbasis er sich stützen könnte.

Die Präsidentschaftswahl ist für April 2027 vorgesehen. Sollte im ersten Wahlgang niemand die absolute Mehrheit erreichen, folgt zwei Wochen später eine Stichwahl zwischen den beiden Bestplatzierten. Präsident Emmanuel Macron darf nach zwei aufeinanderfolgenden Amtszeiten nicht erneut antreten. Dadurch entsteht ein offenes Feld, in dem Parteien und mögliche Kandidaten früh um Sichtbarkeit ringen. Pigasse gehört nun zu den Namen, die öffentlich genannt werden, bleibt aber ein möglicher und noch kein erklärter Bewerber.

Quellen

  • Franceinfo
  • Le Monde

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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