Kultur

Nach Einbruch im Lalique-Museum: Spendenaktion soll Neustart ermöglichen

Einen Monat nach dem Diebstahl kostbarer Schmuckstücke in Wingen-sur-Moder wirbt das Musee Lalique mit einer Spendenaktion um Unterstützung. Das Haus bereitet nach eigenen Angaben seine Wiedereröffnung vor.

Wingen-sur-Moder – 05.08.2026: Einen Monat nach dem Einbruch in das Musee Lalique im nordelsassischen Wingen-sur-Moder ist eine Spendenaktion gestartet worden. Sie soll dem Haus helfen, nach den Schäden wieder in den Betrieb zurückzukehren. Die Museumsleitung erklärte, sie unternehme alles, damit die Wiedereröffnung so bald wie möglich erfolgen könne. Ein konkreter Termin wurde zunächst nicht genannt.

In der Nacht vom 4. auf den 5. Juli waren Täter gewaltsam in das Museum eingedrungen. Mehrere Vitrinen wurden beschädigt, Schmuckstücke verschwanden. Das Museum ist den Arbeiten von Rene Lalique und seinen Nachfolgern gewidmet und gilt als wichtiger Kulturort im sogenannten Nordvogesenland. Seit dem Einbruch ist der reguläre Besuchsbetrieb unterbrochen.

Nach übereinstimmenden Berichten aus den ersten Tagen nach der Tat wurden 27 Schmuckstücke entwendet. Der damals genannte Schaden lag bei mehr als 4,5 Millionen Euro. Bei den Stücken handelte es sich demnach um Kristallschmuck ohne Edelsteine. Die genaue Bewertung und die vollständige Schadensbilanz waren Teil der laufenden Ermittlungen und der Bestandsaufnahme im Museum.

Die Justiz leitete ein Verfahren wegen bandenmaessigen Diebstahls ein. Einzelheiten zu möglichen Tatverdächtigen oder zu einem Verbleib der entwendeten Objekte wurden bislang nicht öffentlich bekanntgegeben. Gerade bei Kunst- und Designobjekten ist die Rückkehr in die Sammlung oft von besonderer Bedeutung: Ihr materieller Wert bildet nur einen Teil dessen ab, was mit einer historischen Kollektion verloren geht.

Die nun gestartete Spendenaktion richtet den Blick auf die unmittelbaren Folgen für ein vergleichsweise kleines Museum. Nach einem Einbruch müssen beschädigte Bereiche gesichert, Ausstellungsräume überprüft und Abläufe für Besucher sowie Beschäftigte neu organisiert werden. Das kostet Zeit und Geld, auch wenn Versicherungen für einen Teil der Schäden eintreten sollten.

Wingen-sur-Moder ist eng mit der Geschichte von Lalique verbunden. Rene Lalique ließ dort 1921 eine Glashuette errichten; das 2011 eröffnete Museum bewahrt Schmuck, Glasarbeiten und Kristallobjekte aus mehreren Schaffensphasen. Die aktuelle Ausstellung zu 15 Jahren Lalique Art war nach Angaben des Hauses ursprünglich bis zum 1. November 2026 vorgesehen.

Mit der Spendenaktion verbindet das Museum die Hoffnung auf einen raschen Neustart. Für Besucherinnen und Besucher aus der Region, für Beschäftigte und für die zahlreichen Menschen, die das Haus ehrenamtlich oder als Förderer begleiten, geht es dabei um mehr als die Reparatur zerbrochener Vitrinen: Das Museum soll wieder ein zugänglicher Ort für die Geschichte des Glases und des Schmucks werden.

Quellen

  • Franceinfo
  • TF1 Info
  • Musee Lalique

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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