Politik & Gesellschaft

Papst Leo XIV will in Lourdes Betroffene sexualisierter Gewalt treffen

Während seiner Frankreichreise vom 25. bis 28. September 2026 will Papst Leo XIV in Lourdes mit Menschen sprechen, die sexualisierte Gewalt in der katholischen Kirche erlebt haben. Einzelheiten des vertraulichen Treffens sind noch offen.

Lourdes – 09.08.2026: Papst Leo XIV will während seiner Frankreichreise im September Menschen treffen, die sexualisierte Gewalt in der katholischen Kirche erlebt haben. Das vertrauliche Gespräch ist in Lourdes vorgesehen, wie aus dem aktualisierten Reiseprogramm der französischen Kirche hervorgeht. Wann und wo genau die Begegnung stattfinden soll, ist noch offen.

Die Ankündigung erfolgt knapp sieben Wochen vor dem Papstbesuch vom 25. bis 28. September 2026. Das Treffen wird ausdrücklich als privat bezeichnet. Weder die Namen noch die Zahl der Teilnehmenden oder das Auswahlverfahren wurden veröffentlicht. Die Zurückhaltung schützt die Betroffenen und lässt ihnen die Entscheidung darüber, ob und in welcher Form ihre Erfahrungen öffentlich werden.

Damit erhält der Aufenthalt in Lourdes einen stillen Termin neben den großen Gottesdiensten und öffentlichen Auftritten. Am 27. September will Leo XIV dort die Bischöfe der Französischen Bischofskonferenz treffen und auf der Wiese des Heiligtums Notre-Dame de Lourdes eine Messe feiern. Vorgesehen sind außerdem Begegnungen mit Beschäftigten und Gästen des Accueil Notre-Dame sowie mit Ordensfrauen.

Die Reise beginnt am 25. September in Paris. Dort stehen Termine im Élysée-Palast, bei der UNESCO und in der Kathedrale Notre-Dame auf dem Programm. Am Abend ist eine Gebetswache mit Jugendlichen im Stade de France in Saint-Denis geplant. Für den folgenden Tag kündigt das Programm einen Besuch in einem Pariser Sozialzentrum und eine Freiluftmesse auf der Place de la Concorde an.

Das Gespräch mit Betroffenen ist kein gerichtliches Verfahren. Es ersetzt weder strafrechtliche Ermittlungen noch kirchliche Aufarbeitung, Anerkennung oder mögliche Entschädigungen. Seine Funktion liegt in der persönlichen Anhörung von Menschen, die Gewalt und deren Folgen erfahren haben. Vertraulichkeit kann ihnen dabei Schutz bieten; öffentliche Aufmerksamkeit birgt zugleich die Gefahr, neuen Druck zu erzeugen.

Die zahlreichen Missbrauchsfälle innerhalb der katholischen Kirche haben in Frankreich über Jahrzehnte Vertrauen zerstört und Forderungen nach institutioneller Verantwortung ausgelöst. Ob an dem Treffen auch Vertreterinnen oder Vertreter von Betroffeneninitiativen teilnehmen, geht aus dem Programm bislang nicht hervor. Ebenso offen ist, ob aus dem Gespräch weitere Schritte folgen sollen.

Am 28. September reist Leo XIV von Lourdes nach Metz weiter. Dort sind ein interreligiöses Treffen, eine Veranstaltung zur europäischen Zusammenarbeit und eine Messe in der Kathedrale Saint-Étienne vorgesehen. Noch am selben Abend soll der Papst nach Rom zurückfliegen. Im veröffentlichten Reiseplan bleibt die Begegnung mit den Betroffenen als Termin vermerkt, dessen Einzelheiten später präzisiert werden sollen.

Quellen

  • Heiliger Stuhl: offizielles Programm der Frankreichreise
  • Pape France / Französische Bischofskonferenz: Reiseprogramm
  • franceinfo

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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