Paris – 12.08.2026: Über Frankreich hat sich am Mittwochabend der Mond vor die Sonne geschoben und den Himmel kurz vor Sonnenuntergang merklich verdunkelt. Im ganzen Land war eine partielle Sonnenfinsternis zu beobachten; im äußersten Südwesten blieb zeitweise nur ein schmaler Teil der Sonnenscheibe sichtbar. Die Zone der totalen Verfinsterung verlief hingegen über den Atlantik, Island und den Norden Spaniens.
In Paris begann das astronomische Ereignis nach Berechnungen der NASA um 19.22 Uhr. Gegen 20.17 Uhr erreichte es seinen Höhepunkt, um 21.09 Uhr endete die Finsternis. In der Hauptstadt bedeckte der Mond rund 92 Prozent der sichtbaren Sonnenscheibe. Da die Sonne bereits tief am Horizont stand, brauchten Beobachter einen freien Blick nach Westen. Gebäude, Bäume oder aufziehende Wolken konnten das Schauspiel leicht verdecken.
Noch ausgeprägter war die Finsternis nahe der spanischen Grenze. Für Urepel im Département Pyrénées-Atlantiques war eine maximale Bedeckung von knapp 99,8 Prozent berechnet worden. Auch an der südlichen Atlantikküste und auf Korsika waren große Teile der Sonne verdeckt. Vollständig verschwand sie jedoch erst wenige Kilometer südlich der französisch-spanischen Grenze. Innerhalb eines schmalen Streifens über Nordspanien ließ sich für kurze Zeit die Sonnenkorona erkennen.
Frankreich lag außerhalb dieser Totalitätszone. Dennoch veränderte die starke Bedeckung vielerorts die Lichtverhältnisse: Farben erschienen gedämpft, Schatten verloren an Kontur, und die Dämmerung setzte ungewöhnlich früh ein. Ursache einer Sonnenfinsternis ist die genaue Ausrichtung von Sonne, Mond und Erde bei Neumond. Nur wo der Kernschatten des Mondes die Erdoberfläche trifft, wird die Sonne vollständig verdeckt; im umliegenden Halbschatten bleibt die Finsternis partiell.
Französische Behörden und wissenschaftliche Einrichtungen hatten vor dem Ereignis eindringlich vor ungeschützter Beobachtung gewarnt. Der direkte Blick in die Sonne kann die Netzhaut auch dann dauerhaft schädigen, wenn nur ein schmaler Lichtsaum sichtbar bleibt. Geeignet sind ausschließlich geprüfte Finsternisbrillen nach der Norm ISO 12312-2 oder indirekte Verfahren, bei denen das Sonnenbild auf eine Fläche projiziert wird. Gewöhnliche Sonnenbrillen, rußgeschwärzte Gläser und optische Geräte ohne geeignete Filter bieten keinen ausreichenden Schutz.
Es war die auffälligste Sonnenfinsternis über Frankreich seit dem 11. August 1999, als die Totalitätszone Teile des Landes durchquerte. Eine totale Sonnenfinsternis wird das französische Festland nach Angaben astronomischer Institutionen erst am 3. September 2081 wieder erreichen.
Quellen
- NASA
- Französisches Wirtschaftsministerium – DGCCRF
- Centre national d'études spatiales
- Météo-France
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).