Gesundheit

Sophie Adenot beginnt nach ihrem Raumflug die Rehabilitation

Nach ihrer geplanten Rückkehr von der Internationalen Raumstation wird die französische Astronautin Sophie Adenot in Köln medizinisch untersucht und drei Wochen lang wieder an die Erdschwerkraft gewöhnt.

Köln – 08.10.2026: Nach fast acht Monaten im All steht der französischen Astronautin Sophie Adenot eine weitere anspruchsvolle Etappe bevor: die Rückkehr in die Erdschwerkraft. Nach der für Donnerstag, den 8. Oktober, geplanten Wasserlandung der Crew-12 vor der kalifornischen Küste soll sie ein dreiwöchiges Rehabilitationsprogramm absolvieren. Zum Redaktionszeitpunkt hatte die Europäische Weltraumorganisation die Landung noch nicht offiziell bestätigt.

Unmittelbar nach der Bergung im Pazifik sind erste medizinische Untersuchungen vorgesehen. Anschließend soll Adenot nach Köln reisen. Dort befinden sich das Europäische Astronautenzentrum der ESA und die Forschungseinrichtung envihab des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt. Beide begleiten die medizinische Nachsorge und die körperliche Rückanpassung nach Langzeitmissionen.

Das Programm wird von Flugärzten, Physiotherapeuten und sportmedizinischen Fachkräften betreut. Sie untersuchen unter anderem Kreislauf, Gleichgewicht, Muskelkraft und Beweglichkeit. Nach Monaten nahezu ohne die auf der Erde übliche Gewichtsbelastung muss sich der Körper wieder an das Stehen, Gehen und an körperliche Anstrengung gewöhnen. Art und Umfang der Übungen werden deshalb fortlaufend an Adenots Gesundheitszustand angepasst.

Besonders aufmerksam beobachten die Fachleute das Herz-Kreislauf-System. In der Schwerelosigkeit verteilen sich Blut und andere Körperflüssigkeiten anders als auf der Erde. Nach der Landung können daher vorübergehend Schwindel und Kreislaufbeschwerden auftreten. Auch der Gleichgewichtssinn muss die vertrauten Signale der Erdanziehung neu verarbeiten. Übungen für Haltung, Koordination und sicheres Gehen sollen diesen Prozess unterstützen.

Nach Angaben von Franceinfo gehört auch Training im Wasser zum Programm. Der Auftrieb erlaubt kontrollierte Bewegungen bei geringerer Belastung und kann den schrittweisen Aufbau von Kraft und Ausdauer erleichtern. Zugleich dokumentiert das medizinische Team, wie Adenots Organismus auf die zunehmende Beanspruchung reagiert. Die Daten dienen auch der Raumfahrtmedizin, die Schutz- und Trainingsprogramme für künftige Langzeitmissionen entwickelt.

Adenot war am 13. Februar 2026 zur Mission epsilon gestartet. Nach Angaben der ESA überschritt sie am 3. September die Marke von 200 aufeinanderfolgenden Tagen im All und stellte damit einen europäischen Rekord für einen einzelnen Raumflug auf. Während ihres Aufenthalts absolvierte sie drei Außenbordeinsätze mit einer Gesamtdauer von 19 Stunden und 42 Minuten.

Mit der Landung endet die Mission, die medizinische Betreuung jedoch noch nicht. Öffentliche Termine nach Adenots Rückkehr nach Europa hängen laut ESA von ihrem Gesundheitszustand und dem Verlauf der Rehabilitation ab. Vorrang hat zunächst die dreiwöchige, ärztlich überwachte Anpassung in Köln.

Quellen

  • Franceinfo
  • Europäische Weltraumorganisation

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

Ende des Artikels