Los Angeles – 09.10.2026: Nach 237 Tagen im All ist die französische Astronautin Sophie Adenot zur Erde zurückgekehrt. Die Raumkapsel Dragon Freedom wasserte am Donnerstag, 8. Oktober, um 17.34 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit im Pazifik vor der Küste Kaliforniens. Gemeinsam mit Adenot kehrten die NASA-Astronauten Jessica Meir und Jack Hathaway sowie der russische Kosmonaut Andrei Fedjajew von der Internationalen Raumstation zurück.
Die vier Mitglieder der Crew-12 hatten die Station am Mittwoch um 14.05 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit verlassen. Nach einem Rückflug von 27 Stunden und 29 Minuten trat die Kapsel in die Erdatmosphäre ein. Bergungsteams sicherten das Raumfahrzeug nach der Wasserung und holten die Besatzung an Bord eines Spezialschiffs. Für Adenot endete damit ihre erste Mission im All.
Die unter dem Namen Epsilon geführte Mission dauerte nahezu acht Monate. Nach Angaben der Europäischen Weltraumorganisation verbrachte Adenot 237 Tage im All und stellte damit den Rekord für den längsten einzelnen Raumflug eines ESA-Astronauten auf. Den bisherigen europäischen Bestwert hatte der Italiener Luca Parmitano während einer Mission in den Jahren 2019 und 2020 erreicht. Adenot ist nach Claudie Haigneré die zweite Französin im Weltraum.
Während ihres Aufenthalts auf der Raumstation arbeitete Adenot an Forschungsprogrammen aus Medizin, Biologie, Materialwissenschaft und Physik. Solche Versuche untersuchen unter anderem, wie Schwerelosigkeit den menschlichen Körper und unterschiedliche Werkstoffe verändert. Die Ergebnisse sollen der Forschung auf der Erde ebenso dienen wie der Vorbereitung längerer Aufenthalte fernab des erdnahen Orbits. Die Besatzung erprobte zudem Technik für künftige Erkundungsmissionen.
Zu Adenots Aufgaben gehörten drei Außeneinsätze innerhalb von zwei Wochen. Insgesamt arbeitete sie 19 Stunden und 42 Minuten außerhalb der Station. Außeneinsätze zählen zu den anspruchsvollsten Tätigkeiten einer Raumfahrtmission: Die Astronauten müssen ihre Arbeiten in schweren Raumanzügen erledigen und sind dabei auf exakt abgestimmte Abläufe mit der Besatzung im Inneren und den Kontrollzentren am Boden angewiesen.
Nach Monaten in der Schwerelosigkeit folgt nun eine medizinisch begleitete Rehabilitation. Muskeln, Knochen, Kreislauf und Gleichgewichtssinn müssen sich schrittweise wieder an die Erdanziehung gewöhnen. Adenot sollte nach der Bergung zunächst in den Vereinigten Staaten untersucht werden. Anschließend ist ihre Rückreise nach Europa vorgesehen, wo sie im Europäischen Astronautenzentrum in Köln weiter betreut werden soll.
Adenot war im Februar 2026 mit Crew-12 zur Internationalen Raumstation gestartet. Die frühere Hubschrauberpilotin der französischen Luft- und Raumfahrtstreitkräfte gehört zur ESA-Astronautengruppe von 2022. Mit der erfolgreichen Wasserung schloss sie den bislang längsten einzelnen Raumflug eines europäischen ESA-Astronauten ab.
Quellen
- Franceinfo
- Europäische Weltraumorganisation
- NASA
- Französisches Verteidigungsministerium
- Le Monde
- Associated Press
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).