Wirtschaft

Sozialleasing: 19.500 Elektroautos binnen zwei Wochen bestellt

Seit dem Neustart des französischen Sozialleasings am 16. Juli sind nach Regierungsangaben rund 19.500 Elektroautos bestellt worden. Damit ist bereits fast die Hälfte des für 2026 vorgesehenen Kontingents von 50.000 Fahrzeugen vergeben.

Paris – 30.07.2026: Rund 19.500 Elektroautos sind nach Angaben von Wirtschaftsminister Roland Lescure in den ersten beiden Wochen des neu aufgelegten Sozialleasings bestellt worden. Lescure nannte die Zahl am Donnerstag im Sender France Inter. Das Programm wurde am 16. Juli wieder geöffnet und richtet sich an Haushalte mit geringem Einkommen, die für ihren Arbeitsweg auf ein Auto angewiesen sind.

Die Bestellungen entsprechen 39 Prozent des für 2026 vorgesehenen Kontingents von 50.000 Fahrzeugen. Die lebhafte Nachfrage knüpft an die erste Ausgabe des Programms an. Nach Angaben Lescures fahren inzwischen 100.000 Menschen in Frankreich ein Elektroauto für weniger als 100 Euro im Monat. Diese Zahl umfasst frühere Förderverträge und bezieht sich nicht allein auf die seit Mitte Juli eingegangenen Bestellungen.

Das Sozialleasing soll den Zugang zu neuen Elektroautos erleichtern, ohne dass die Haushalte deren Kaufpreis finanzieren müssen. Vorgesehen sind langfristige Mietverträge mit einer Laufzeit von mindestens drei Jahren. Die monatliche Rate darf nach den staatlichen Vorgaben 200 Euro nicht überschreiten, einige Modelle werden günstiger angeboten. Reservierungen erfolgen bei teilnehmenden Händlern oder Leasingunternehmen und hängen von der Verfügbarkeit der Fahrzeuge ab.

Anspruch haben Volljährige mit Wohnsitz in Frankreich, deren Referenzsteuereinkommen je Steueranteil unter der festgelegten Obergrenze liegt. Zudem muss das Auto beruflich benötigt werden, insbesondere für die Fahrt zum Arbeitsplatz. Anders als allgemeine Kaufprämien ist das Programm damit gezielt auf Erwerbstätige zugeschnitten, für die der öffentliche Nahverkehr oder andere Verkehrsmittel im Alltag keine praktikable Alternative bieten.

Finanziert wird die Förderung 2026 über das französische System der Energieeinsparzertifikate. Energieanbieter sind dadurch verpflichtet, Maßnahmen zur Verringerung des Energieverbrauchs zu unterstützen. Die Beihilfe geht an den Leasinganbieter und senkt die monatliche Belastung der Kunden. Abhängig vom europäischen Produktionsanteil bei Fahrzeug, Batterie und Elektromotor kann sie bis zu 9.500 Euro betragen; bei anderen förderfähigen Modellen fällt sie geringer aus.

Zugelassen sind ausschließlich Neufahrzeuge, die mehrere industrie- und umweltpolitische Vorgaben erfüllen. Sie müssen unter anderem einen staatlichen Umweltwert von mindestens 60 Punkten erreichen, dürfen ohne Sonderausstattung höchstens 47.000 Euro kosten und müssen innerhalb der festgelegten Gewichtsgrenzen bleiben. Die französische Umwelt- und Energieagentur Ademe veröffentlicht die Liste der förderfähigen Varianten. Das Bewertungssystem berücksichtigt auch die Klimabilanz von Herstellung und Transport.

Das Programm verbindet soziale Entlastung mit staatlich gelenkter Nachfrage nach Elektroautos. Davon profitieren Hersteller und Leasinggesellschaften, sofern ihre Modelle die Förderbedingungen erfüllen. Bei den nun gemeldeten 19.500 Bestellungen handelt es sich zunächst um Reservierungen seit dem 16. Juli; die Fahrzeuge werden erst nach Prüfung und Abschluss der jeweiligen Leasingverträge ausgeliefert.

Quellen

  • Franceinfo
  • Service-Public.fr
  • Ministerium für Wirtschaft, Finanzen und industrielle und digitale Souveränität
  • Ministerium für ökologischen Wandel

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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