Umwelt

Touristen stören Robben in der Somme-Bucht

In der Somme-Bucht kommen Besucher den Robben für Fotos immer wieder zu nahe. Naturschützer und Behörden werben für ausreichend Abstand, angeleinte Hunde und die Beobachtung mit dem Fernglas.

Somme-Bucht – 13.08.2026: In der sommerlichen Hochsaison geraten die Robben der Somme-Bucht zunehmend unter Druck. Besucher nähern sich den Tieren für Fotos mitunter so weit, dass sie ihre Ruheplätze auf den Sandbänken verlassen und ins Wasser flüchten. Naturschutzorganisationen und Behörden sind deshalb an der Küste unterwegs, um Urlauber über angemessenes Verhalten aufzuklären.

Die Somme-Bucht beherbergt die größte Kolonie von Seehunden im französischen Mutterland. Nach Angaben des Französischen Amts für Biodiversität wurden 2025 im Meeresnaturpark der picardischen Ästuare und des Opalkanals insgesamt rund 1.800 Robben erfasst. In dem Schutzgebiet leben Seehunde und Kegelrobben. Ihre Bestände werden regelmäßig beobachtet und gezählt.

Besonders an stark besuchten Strandabschnitten treffen die Ruhebedürfnisse der Tiere auf Freizeitaktivitäten an Land und auf dem Wasser. Nähern sich Menschen, freilaufende Hunde oder Boote, reagieren die Robben häufig mit Flucht. Für Jungtiere und säugende Weibchen können solche Unterbrechungen gravierende Folgen haben: Sie verlieren Ruhephasen, werden voneinander getrennt oder müssen zusätzliche Energie aufwenden. Wiederholte Störungen können nach Angaben der Fachleute zudem die Fortpflanzung beeinträchtigen.

Der Meeresnaturpark untersucht daher seit 2023 gemeinsam mit der Vereinigung Picardie Nature, wie Robben auf menschliche Aktivitäten reagieren. Die Erhebung soll Art, Häufigkeit und Ausmaß der Störungen genauer erfassen. Für Anbieter von Ausflügen auf dem Wasser und an Land gelten zugleich Verhaltensregeln zu Geschwindigkeit, Lärm und Abstand.

Besucher sollen die Tiere ausschließlich aus großer Entfernung beobachten und Ferngläser oder den Zoom ihrer Kamera verwenden. Drohnen sind zu vermeiden, Hunde müssen angeleint bleiben. Hebt eine Robbe den Kopf oder wirkt sie aufmerksam, gilt dies bereits als Warnsignal: Der Beobachter befindet sich zu nah am Tier und sollte den Abstand vergrößern. Auch der direkte Weg zwischen den Robben und dem Wasser darf nicht versperrt werden, weil er ihre Fluchtroute bildet.

Ergänzend richten Kommunen zeitweise gekennzeichnete Ruhezonen an einzelnen Stränden ein. Fort-Mahon beteiligte sich am 8. April 2026 als erste Kommune im Gebiet des Meeresnaturparks offiziell an diesem Konzept. Die abgegrenzten Bereiche sollen Spaziergänger und frei laufende Hunde von rastenden Tieren fernhalten.

Robben zählen in Frankreich zu den geschützten Arten; ihre absichtliche Störung kann geahndet werden. Das Französische Amt für Biodiversität überwacht wichtige Aufenthaltsorte gemeinsam mit Partnern wie der Nationalen Naturreserve der Somme-Bucht. Die derzeitige Aufklärung richtet sich an Urlauber, Wassersportler, Tourismusbetriebe und Küstengemeinden.

Quellen

  • Franceinfo: Fernsehbeitrag über gestörte Robben in der Somme-Bucht
  • Französisches Amt für Biodiversität: Schutz der Robben an der Opalküste
  • Französisches Amt für Biodiversität: Hinweise zum Schutz von Meerestieren an der Küste

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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