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Trump drängt auf weniger und getrennte Kinderimpfungen

US-Präsident Donald Trump treibt den Umbau der Impfempfehlungen für Kinder voran. Seine Anordnung zielt auf weniger allgemein empfohlene Impfungen und getrennte Termine. Einen Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus belegen wissenschaftliche Studien nicht.

Washington – 13.08.2026: US-Präsident Donald Trump hat die Bundesregierung mit einer am 10. August unterzeichneten Anordnung zu einem weiteren Umbau der Impfempfehlungen für Kinder verpflichtet. Impfungen sollen demnach stärker auf getrennte Arzttermine verteilt werden. Zudem drängt das Papier darauf, die kombinierte Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln künftig durch drei Einzelpräparate zu ersetzen. Damit setzt Trump den bereits begonnenen Rückbau des bundesweiten Empfehlungskatalogs fort.

Nach Angaben des Weißen Hauses sollen künftig Impfungen gegen elf Krankheiten allgemein für Kinder empfohlen werden; zuvor umfasste diese Kategorie 18 Krankheiten. Die Änderung betrifft zunächst die Empfehlungen des Bundes, nicht unmittelbar die Schulvorschriften der Bundesstaaten. Diese sind nach der amerikanischen Kompetenzordnung weiterhin maßgeblich für Impfvorgaben an öffentlichen Schulen zuständig.

Die Bundesregierung kann allerdings beeinflussen, woran sich Bundesbehörden, Förderprogramme und öffentliche Informationsangebote orientieren. Für Eltern entsteht durch die Anordnung kein Verbot, ihre Kinder gegen weitere Krankheiten impfen zu lassen. Ärzte können zugelassene Präparate weiterhin nach medizinischer Indikation anbieten. Wie leicht Familien Zugang dazu erhalten, hängt jedoch auch von der ärztlichen Versorgung, Versicherungsprogrammen und den Regeln des jeweiligen Bundesstaates ab.

Trump begründete den Schritt erneut mit Behauptungen über eine Verbindung zwischen Impfungen und Autismus. Dafür gibt es keinen wissenschaftlichen Nachweis. Ein Beratungsgremium der Weltgesundheitsorganisation wertete Ende 2025 insgesamt 31 Forschungsarbeiten aus den Jahren 2010 bis 2025 aus und bekräftigte, dass keine Belege für einen ursächlichen Zusammenhang zwischen Impfstoffen und Autismus-Spektrum-Störungen bestehen.

Auch die geplante Aufspaltung der MMR-Impfung widerspricht der etablierten fachlichen Position. Nach Einschätzung der WHO gibt es keine Evidenz für einen Vorteil von Einzelimpfstoffen gegenüber dem kombinierten Präparat. Werden mehrere Termine nötig, steigt aus Sicht von Fachleuten vielmehr das Risiko, dass Kinder einzelne Impfungen versäumen und zeitweise oder dauerhaft unvollständig gegen vermeidbare Infektionskrankheiten geschützt bleiben.

Die Anordnung weist dem Gesundheitsministerium und einer ressortübergreifenden Arbeitsgruppe die Aufgabe zu, binnen 90 Tagen weitere Pläne vorzulegen. Der Handlungsspielraum ist jedoch umstritten: Ein Bundesgericht hatte frühere Eingriffe der Regierung in den Impfkalender des Gesundheitsministeriums blockiert. Auch die staatlichen Zulassungsverfahren für Impfstoffe werden durch die neue Vorgabe nicht ersetzt.

Der Konflikt verschärft sich vor Beginn des neuen Schuljahres. In Teilen der USA sind die Impfquoten gesunken, zugleich treten wieder mehr Masernfälle auf. Kinderärzte warnen vor zusätzlicher Verunsicherung der Eltern. Trump stellt dem bisherigen medizinischen Standard sein Leitbild erweiterter elterlicher Entscheidungsfreiheit entgegen; eine wissenschaftlich belastbare Begründung für die Abkehr von der kombinierten MMR-Impfung hat seine Regierung bislang nicht vorgelegt.

Quellen

  • Weißes Haus
  • Associated Press
  • Weltgesundheitsorganisation
  • Franceinfo

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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