Riad – 11.10.2026: Bei einem Angriff auf den internationalen Flughafen König Khalid in Riad sind nach Angaben der saudischen Zivilluftfahrtbehörde zwölf Menschen getötet und 309 weitere verletzt worden. Mehrere Verletzte befänden sich in kritischem Zustand. Saudi-Arabien macht die Huthi-Rebellen aus dem Jemen für den Angriff vom Samstag, 10. Oktober, verantwortlich. Die Huthi hatten zuvor weitere Angriffe auf saudisches Gebiet angekündigt.
Nach übereinstimmenden Medienberichten schlug ein Geschoss in einem Bereich des Flughafens ein, zu dem die Terminals 3 und 4 für Inlandsflüge gehören. Unter den Todesopfern seien vier saudische Staatsbürger sowie Menschen aus Bangladesch, Palästina, den Vereinigten Staaten, Ägypten, Jordanien, Syrien und dem Sudan, teilten die Behörden mit. Nach Angaben von Franceinfo befindet sich auch eine französische Staatsangehörige unter den Verletzten. Eine öffentliche Bestätigung dieses Einzelfalls durch das französische Außenministerium lag zunächst nicht vor.
Der Flughafen blieb am Sonntag geschlossen. Flüge wurden gestrichen oder zu anderen Flughäfen umgeleitet. Damit ist auch eines der wichtigsten Luftverkehrsdrehkreuze Saudi-Arabiens betroffen, das die Hauptstadt mit Zielen im Königreich und im Ausland verbindet. Reisende müssen vorerst mit kurzfristigen Änderungen rechnen und sollen sich unmittelbar bei ihren Fluggesellschaften über Abflugzeiten und mögliche Ersatzverbindungen informieren.
Auch Schulen in Riad reagierten auf die Lage. Nach Angaben der Behörden stellten sie den Unterricht vorübergehend auf Fernbetrieb um. Die Maßnahme soll das Risiko für Schülerinnen, Schüler und Beschäftigte während möglicher weiterer Angriffe verringern. Zugleich gelten in der Hauptstadt erhöhte Sicherheitsvorkehrungen.
Saudische Stellen bezeichneten den Angriff als den schwersten gegen ein Ziel im Königreich seit mehr als zehn Jahren. Er folgte auf weitere Angriffe auf saudische Flughäfen in derselben Woche und verschärft den Konflikt mit den Huthi. Die bewaffnete Bewegung kontrolliert große Teile des Jemen. Saudi-Arabien unterstützt dort die international anerkannte Regierung und rechnet die Huthi dem iranischen Einflussbereich zu.
Frankreich hatte die wiederholten Huthi-Angriffe auf Saudi-Arabien bereits am 8. Oktober verurteilt. Das Außenministerium rät französischen Staatsangehörigen wegen der Sicherheitslage von nicht notwendigen Reisen nach Riad ab. Menschen, die sich bereits dort aufhalten, sollen den Anweisungen der örtlichen Behörden folgen, bei Alarm Schutz suchen und die Umgebung von Sicherheits- und Militäreinrichtungen meiden.
US-Präsident Donald Trump erklärte nach dem Angriff, seine Regierung prüfe eine mögliche Beteiligung an saudischen Militärschlägen gegen die Huthi. Die saudische Zivilluftfahrtbehörde bestätigte in der Nacht zum Sonntag erneut den Stand von zwölf Toten und 309 Verletzten.
Quellen
- Franceinfo
- Saudi-Arabiens General Authority of Civil Aviation
- Associated Press
- France Diplomatie
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).