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Emmanuel Macron in einer „Période de silence“: Fokus auf Europa, Rückzug in Frankreich

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat sich dafür entschieden, in den kommenden Monaten auf der nationalen Bühne still zu bleiben. Nach der Ernennung von Michel Barnier zum Premierminister und dessen Ankündigung einer Sondersteuer für große Unternehmen hat Macron zwar von Berlin aus Unterstützung signalisiert, er plant jedoch, sich auf europäische Angelegenheiten zu konzentrieren. In Frankreich…

Screenshot X / @EmmanuelMacron

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat sich dafür entschieden, in den kommenden Monaten auf der nationalen Bühne still zu bleiben. Nach der Ernennung von Michel Barnier zum Premierminister und dessen Ankündigung einer Sondersteuer für große Unternehmen hat Macron zwar von Berlin aus Unterstützung signalisiert, er plant jedoch, sich auf europäische Angelegenheiten zu konzentrieren. In Frankreich hingegen möchte er sich zunächst aus dem Rampenlicht zurückziehen – eine Phase, die seine Berater als "Période de silence" bezeichnen. Diese Strategie erinnert an die Praktiken großer Unternehmen, die sich vor bedeutenden wirtschaftlichen Schritten von öffentlichen Äußerungen zurückhalten.

Macrons Entscheidung, sich vorerst stillschweigend zurückzuhalten, soll ihm helfen, nach Jahren der politischen Turbulenzen, wie der Gelbwestenbewegung, das Vertrauen in der Öffentlichkeit wiederherzustellen. Auch wenn seine Beliebtheitswerte gesunken sind, ist sein engster Kreis zuversichtlich, dass er die Situation erneut wenden kann, wie er es bereits in der Vergangenheit getan hat.

In der Zwischenzeit wird Macron seine Aufmerksamkeit auf europäische Reformen richten. Während einer Rede bei seinem Besuch in Berlin betonte er die Bedeutung der europäischen Ebene für die französische Politik und unterstrich, dass er keine Reue bezüglich der kürzlich erfolgten Auflösung der Nationalversammlung empfinde. Diese Entscheidung habe zwar die politische Landschaft in Frankreich verändert, er sehe darin jedoch einen "Schritt nach vorn", der neue Wege der Zusammenarbeit erfordere.

In Frankreich ist es nun an Michel Barnier, die Führung zu übernehmen und das Regierungsprogramm umzusetzen. Macron wird erst gegen Ende des Jahres auf der politischen Bühne Frankreichs wieder aktiv auftreten – allerdings ohne Details zu dieser Rückkehr bekannt gegeben zu haben.

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