Politik & Gesellschaft

Fall Jubillar: Familie reagiert mit Wut auf Fund von Delphines sterblichen Überresten

Nach der Identifizierung der in einem Feld im Tarn gefundenen Knochenreste kritisiert der Familienanwalt Mourad Battikh, dass nur ein kleiner Teil der sterblichen Überreste von Delphine Aussaguel geborgen wurde.

Mailhoc – 20.07.2026: Die Familie von Delphine Aussaguel reagiert nach dem Fund und der Identifizierung menschlicher Knochenreste im Fall Jubillar mit Enttäuschung und Wut. Mourad Battikh, Anwalt von Onkel und Tante der Getöteten, sagte am Montag, die ersten Hoffnungen während der Sucharbeiten seien einer großen Verzweiflung gewichen. Die Angehörigen hätten gehofft, Delphine endlich bestatten zu können.

Die in einem Feld im Département Tarn gefundenen Knochen wurden nach Angaben der Justiz am Sonntag, 19. Juli, als Überreste von Delphine Aussaguel identifiziert. Sie war in der Nacht vom 15. auf den 16. Dezember 2020 aus ihrem Haus in Cagnac-les-Mines verschwunden. Bei den Funden handelt es sich nach bisherigen Informationen vor allem um Knochen aus dem unteren Körperbereich, darunter zwei Oberschenkelknochen.

Battikh betonte im Rundfunkinterview, dass die Familie nicht das erhoffte Ende der jahrelangen Suche erlebt habe. Nach seiner Darstellung sei nur ein sehr kleiner Teil der sterblichen Überreste entdeckt worden. Dies erschwere nicht nur einen Abschied in Würde, sondern lasse auch wesentliche Fragen offen. Für die Angehörigen bleibe die Ungewissheit über die vollständigen Umstände der Tat belastend.

Die Gendarmerie hatte das Suchgebiet in Mailhoc nach Hinweisen von Cedric Jubillar untersucht. Die Arbeiten dauerten am 16. und 17. Juli an. Ermittler stellten dabei Knochenreste an einer Stelle sicher, die der Verurteilte nach Angaben der Staatsanwaltschaft benannt hatte. Die kriminaltechnischen Untersuchungen führten anschliessend zur genetischen Identifizierung von Delphine Aussaguel.

Cedric Jubillar war im Oktober 2025 wegen Mordes an seiner Ehefrau in erster Instanz zu 30 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden. Er hatte die Tat zuvor über Jahre bestritten. Im Juli 2026 erklärte er nach Angaben der Justiz, für den Tod von Delphine Aussaguel verantwortlich zu sein, und gab den Ermittlern Hinweise zum mutmaßlichen Ablageort.

Der Knochenfund kann für das weitere Verfahren bedeutsam sein, beantwortet jedoch nicht automatisch alle forensischen Fragen. Fachleute müssen nun prüfen, welche Erkenntnisse sich aus den sichergestellten Überresten über Todesursache, Tatablauf und den Zeitraum nach dem Tod gewinnen lassen. Bei stark zersetzten oder unvollständigen Überresten sind solche Feststellungen regelmäßig nur eingeschränkt möglich.

Die Suche nach weiteren Spuren ist inzwischen beendet. Für die Familie steht nach den Worten ihres Anwalts weniger die juristische Bedeutung des Fundes als die menschliche Dimension im Vordergrund. Sie habe gehofft, Delphine Aussaguel vollständig zu finden und ihr eine Grabstätte geben zu können. Stattdessen bleibe ein Teil dieser Hoffnung unerfüllt.

Quellen

  • Franceinfo
  • Le Monde
  • TF1 Info
  • La Depeche du Midi

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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