Saint-Paul-de-Vence – 07.09.2026: Frankreich und Südkorea haben am Montag den ersten Sommet Lumière zur Zukunft des Kinos und der bewegten Bilder eröffnet. Präsident Emmanuel Macron und der südkoreanische Präsident Lee Jae-myung leiten das Treffen in der Fondation Maeght gemeinsam. Es bringt politische Entscheidungsträger, Filmschaffende, Produzenten, Plattformbetreiber, Technologieunternehmen und internationale Organisationen zusammen.
Nach Angaben des französischen Centre national du cinéma et de l'image animée nehmen rund 200 Verantwortliche aus mehr als 60 Staaten teil. Der Gipfel widmet sich neben Kinofilmen auch Serien, Animation und Videospielen. Frankreich will damit seine Stellung als Produktions- und Kulturstandort festigen und neue internationale Kooperationen in den audiovisuellen Branchen anbahnen.
Auf der Tagesordnung stehen zunächst die wirtschaftlichen Folgen veränderter Sehgewohnheiten. Das Kino konkurriert zunehmend mit Streamingdiensten, sozialen Netzwerken und kurzen Videoformaten um Zeit und Aufmerksamkeit des Publikums. Beraten wird daher über neue Modelle der Finanzierung, Verbreitung und Auffindbarkeit von Werken. Auch die wachsende Konzentration in der internationalen Medienindustrie gehört zu den Themen des Treffens.
Für Produzenten und Kreative berühren diese Veränderungen die Grundlagen ihrer Arbeit. Investitionen müssen sich über verschiedene Märkte und Ausspielwege refinanzieren, während Plattformen einen immer größeren Einfluss auf Reichweite und Auswahl gewinnen. Medienbildung und der Zugang des Publikums zu unterschiedlichen audiovisuellen Angeboten stehen deshalb ebenfalls im offiziellen Programm.
Ein weiterer Schwerpunkt ist der rasche Einsatz künstlicher Intelligenz bei Herstellung und Bearbeitung bewegter Bilder. Das französische Kulturministerium hat eine Debatte über Regeln für diese Technologien angekündigt. Sie betrifft den Schutz kreativer Arbeit, das Urheberrecht und die Bedingungen, unter denen technische Innovationen in Film und audiovisueller Produktion eingesetzt werden können. Für die Branche geht es dabei auch um Vergütung, Transparenz und die Kontrolle über geschützte Werke.
Die gemeinsame Leitung mit Seoul verweist auf das internationale Gewicht der südkoreanischen Filmindustrie. Produktionen aus Südkorea haben sich seit der Jahrtausendwende auch in Europa und Nordamerika ein großes Publikum erschlossen. Ihr Erfolg reicht vom Autorenkino bis zu publikumsstarken Serien und beruht auf einer leistungsfähigen heimischen Produktionslandschaft. Für Frankreich ist die Partnerschaft zugleich Teil der Zusammenarbeit mit einem wichtigen asiatischen Akteur in Kulturwirtschaft, digitalen Technologien und kreativen Industrien.
Vorbereitet wurde der Sommet Lumière vom französischen Kulturministerium, dem Außenministerium und dem Centre national du cinéma et de l'image animée. Die Organisatoren wollen aus den Beratungen konkrete Bündnisse und Projekte entwickeln. Das Programm verbindet Gespräche über Investitionen und internationale Märkte mit Fragen des Urheberrechts, der Medienbildung und des Zugangs zu audiovisuellen Werken.
Quellen
- Franceinfo
- Centre national du cinéma et de l'image animée
- Französisches Kulturministerium
- Élysée-Palast
- Sommet Lumière
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).