Politik & Gesellschaft

Zwei Renoir-Gemälde nach Einbruch weiter verschwunden

Einbrecher haben am Dienstagmorgen vier Gemälde aus dem Musée Renoir in Cagnes-sur-Mer gestohlen. Zwei Werke wurden im Museumsgarten gefunden, nach den beiden anderen sucht die Polizei.

Cagnes-sur-Mer – 08.09.2026: Kurz vor sechs Uhr morgens wurde im Musée Renoir Alarm ausgelöst. Wenige Minuten später traf die Polizei an dem Anwesen in Cagnes-sur-Mer westlich von Nizza ein. Nach bisherigem Stand waren zwei unbekannte Täter auf das Gelände gelangt, hatten vier Gemälde von Pierre-Auguste Renoir entwendet und waren geflohen. Zwei der Werke wurden später im Garten des Museums sichergestellt.

Nach Angaben des Bürgermeisters von Cagnes-sur-Mer, Bryan Masson, löste die Alarmanlage um 5.48 Uhr aus; die kommunale Polizei sei fünf Minuten später eingetroffen. Die Täter sollen einen Zaun aufgeschnitten, den Garten durchquert und sich Zugang zum Gebäude verschafft haben. Aufnahmen der Videoüberwachung gehören zu den Spuren, die nun ausgewertet werden. Die beiden Männer waren am Dienstag weiterhin flüchtig.

Verschwunden sind nach den bislang veröffentlichten Angaben die Gemälde "Porträt der Madame Colonna Romano" und "Junge Frau am Brunnen". Welche beiden Bilder im Garten zurückgelassen wurden, war zunächst nicht abschließend bekannt. Der von der Stadt genannte Gesamtschaden von rund neun Millionen Euro bezog sich auf alle vier entwendeten Werke. Wie hoch der Schaden nach der Sicherstellung zweier Bilder tatsächlich ist, hängt auch von deren Zustand ab.

Das Museum blieb am Dienstag geschlossen. Die gefundenen Werke sollen zunächst kriminaltechnisch untersucht werden. Der Tatort ist kunsthistorisch besonders bedeutsam: Das Anwesen Les Collettes war Renoirs letzter Wohn- und Arbeitsort. Der Maler lebte dort von 1908 bis zu seinem Tod im Jahr 1919. Die Villa, die Ateliers und der von Olivenbäumen geprägte Garten bewahren bis heute einen Teil seines persönlichen und künstlerischen Umfelds.

Die Ermittlungen wegen schweren Einbruchs und Kunstdiebstahls richten sich gegen Unbekannt. Von Festnahmen berichteten weder die Stadt noch die Polizei. Auch zu möglichen Auftraggebern oder einem vorgesehenen Absatzweg für die Bilder lagen keine gesicherten Angaben vor. Hinweise aus der Bevölkerung sollen an die Polizei gerichtet werden.

Der Bürgermeister äußerte die Einschätzung, die Täter seien vorbereitet gewesen. Eine amtliche Feststellung zu einem möglichen Netzwerk ist das bislang nicht. Für die Ermittler sind vor allem die Videoaufnahmen, Spuren am aufgeschnittenen Zaun und am Gebäude sowie die Untersuchung der zurückgelassenen Gemälde relevant. Diese könnte auch klären, ob die Werke während der Flucht beschädigt wurden.

Kunstdiebstähle aus französischen Museen sind kein Einzelfall. Franceinfo zufolge werden im Durchschnitt jährlich 18 Diebstähle aus solchen Einrichtungen registriert. In Cagnes-sur-Mer konzentriert sich die Fahndung nun auf die beiden flüchtigen Täter und die zwei weiterhin verschwundenen Renoir-Gemälde.

Quellen

  • Franceinfo
  • Associated Press
  • RTL
  • TF1 Info
  • Musées de Cagnes-sur-Mer

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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