Alle Artikel · 04.04.2023 07:30
Arzneimittelmangel: Gesundheitsbehörden wollen Liste mit "wesentlichen" Medikamenten erstellen
Der französische Gesundheitsminister François Braun kündigte am Montag die Erstellung eines Plans zur Bekämpfung von Medikamentenengpässen an. In einem ersten Schritt werden die Behörden eine Liste mit Medikamenten erstellen, die als "wesentlich" eingestuft werden....
Der französische Gesundheitsminister François Braun kündigte am Montag die Erstellung eines Plans zur Bekämpfung von Medikamentenengpässen an. In einem ersten Schritt werden die Behörden eine Liste mit Medikamenten erstellen, die als "wesentlich" eingestuft werden.
"Wir haben ein echtes Problem mit Medikamenten, aber es gibt keinen Mangel". Gesundheitsminister François Braun wollte am Montag, dem 3. April, vor den Kameras des französischen Fernsehsenders BFMTV beruhigen, was die Medikamentenvorräte in Frankreich betrifft. In einigen Apotheken des landes ist es in letzter Zeit zu Lieferverzögerungen bei bestimmten Medikamenten gekommen.
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François Braun berichtete außerdem, dass die Regierung derzeit an einem Plan zur Bekämpfung von Arzneimittelknappheit arbeitet, um Abhängigkeiten von anderen Ländern zu verringern.
Im Rahmen der Ausarbeitung dieses Plans will das Gesundheitsministerium eine genaue Liste der Medikamente aufstellen, auf die die Franzosen nicht verzichten können: "Wir müssen festlegen, welche Medikamente wesentlich sind, welche kritisch sind, auf die niemand verzichten kann", erklärt der Gesundheitsminister und verweist unter anderem auf das Beispiel der USA, die eine Liste mit 173 Medikamenten oder Wirkstoffen erstellt haben. "Wir sind dabei, diese Liste bis Mai mit allen medizinischen Fachrichtungen fertigzustellen".
In der Folge wird es für die Gesundheitsbehörden darum gehen, alle Punkte bei der Herstellung dieser Medikamente zu bestimmen, bis zu den letzten Schritten des Produktionsprozesses. Das Ziel: "Sicherstellen, dass diese wichtigen Arzneimittel immer verfügbar sind". Die Namen einiger Medikamente werden laut dem Minister "in etwas weniger als einem Monat" bekannt gegeben.
Langfristig wird es den französischen Behörden darum gehen, "die Wirkstoffe dieser wichtigen Medikamente in Frankreich und der EU zu produzieren", um die Abhängigkeit Frankreichs von aussereuropäischen Ländern zu verringern. Staatspräsident Emmanuel Macron hatte auch bereits angekündigt, bis 2030 Souveränität und Innovation in diesem wichtigen Bereich zu erreichen.